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Die Abteilung Konservierungswissenschaft bearbeitet Fragen zu Materialien, Herstellungstechniken und Veränderungen von Objekten.

Forschungsprojekte

Aktuelles

Leibniz Workshops

200 fachist die Vergrößerungsmöglichkeit durch Digitalmikroskopie im Labor

Verschiedene Untersuchungstechniken werden zur Erforschung von Objekten und deren Veränderungen im Restaurierungslabor des Deutschen Museums eingesetzt.

Instrumente aus der Laboranalytik

München TV Beitrag

Team Konservierungswissenschaften

Scholar in Residence in der Konservierungswissenschaft

2026

  • Dr. Lucrezia Barchi

    Scholar in Residence
    Forschungsinstitut


    E-Mail l.barchi.ext@deutsches-museum.de

    Zeitraum: 1. Januar bis 30. Mai 

    Expanding Analytical Capabilitiies for Indoor Air Quality and Emission Studies: Implementation of Thermal Desorption-GC-MS at the Deutsches Museum

    The project aims to implement and explore the full potential of the newly acquired Thermal Desorption (TD) unit at the Deutsches Museum, focusing on its applications for indoor air quality studies and the analysis of emissions from heritage materials. The TD system enables both the use of sorbent tubes—subsequently desorbed and analyzed by TD-GC-MS—and the use of canisters for whole-air sampling, providing increased flexibility for the investigation of compounds relevant to museum environments.
    The project will address both well-known indoor air pollutants, such as acetic and formic acid, formaldehyde, and hydrogen sulfide (H₂S), and compounds related to material degradation, including plasticizers such as camphor and phthalates, which are of growing concern for conservation and health. T the work will focus on a selected subset of these compounds, chosen on the basis of museum relevance and analytical feasibility, while initiating this type of systematic analysis at the museum.
    Analytical methods will be developed and optimized for the quantification of target compounds in ambient air (e.g., inside display cases) and emissions from selected plastic materials known to be problematic in heritage collections. Calibration strategies using external or internal standards will be explored to achieve reliable quantification, laying the groundwork for future monitoring and research activities.

    Education

    B.A. Chemistry and Materials Chemistry, University of Bologna (2017)

    M.A. Chemical Science, University of Padova (2020)

    Ph.D. Chemical Science, University of Perugia, Italy (2025)

  • Person mit verschwommenem Gesicht, schulterlange dunkle lockige Haare, trägt schwarzen Rollkragenpullover und goldene Kette mit kleinem Anhänger, sitzt an einem Holztisch im hellen Innenraum vor einem hellen Wand- und Holzschrankhintergrund.

    Ophelia Kloth

    Scholar in Residence
    Forschungsinstitut


    E-Mail o.kloth.ext@deutsches-museum.de
    E-Mail ophelia.kloth@gmail.com

    Zeitraum: 16. Februar bis 20. März und 7. April bis 23. Juni


    Die Holzstandgefäße aus der Stadt-Apotheke Wunsiedel

    Holzstandgefäße – zylindrische Dosen aus Massivholz zur Aufbewahrung von Arzneimitteln – prägten über Jahrhunderte die Ausstattung von Apotheken. Trotz ihrer langen Nutzungsdauer von bis zu 150 Jahren und ihrer oft aufwendig bemalten Oberflächen wurden sie bislang kaum wissenschaftlich untersucht. Das vorliegende Projekt knüpft an die seit 2012 laufenden Forschungen des Deutschen Apotheken-Museums in Heidelberg (https://www.pharmazeutische-zeitung.de/holzstandgefaesse-und-ihre-bemalung-144111/seite/alle/?cHash=2b70974921d5f9e4edc7d862a9c8736e) an und erweitert diese durch materialwissenschaftliche Analysen ausgewählter Exponate der 255 Holzstandgefäße umfassenden Sammlung des Deutschen Museums.

    Im Mittelpunkt steht die sogenannte Wunsiedler Gruppe mit 72 datierten und historisch untersuchten Holzstandgefäßen aus der Stadt-Apotheke Wunsiedel. Ihre Fassungen spiegeln mehrere Umgestaltungsphasen vom Rokoko des 18. Jahrhunderts bis zu Übermalungen im klassizistischen Stil des 19. Jahrhunderts wider. Durch makro- und mikroskopische Untersuchungen der Objekte und der beprobten Querschliffe sowie chemische Analysen wie Infrarotspektroskopie und Rasterelektronenmikroskopie mit Röntgenfluoreszenzanalyse werden Schichtaufbau, Pigmente und Bindemittel systematisch erfasst und mit der historischen Chronologie der Gefäße verknüpft.

    Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den untersuchten Holzstandgefäßen sowie im Vergleich zu den Heidelberger Beständen herauszuarbeiten. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erforschung dieser bislang wenig beachteten Objektgattung und eröffnet neue Perspektiven auf historische Handwerkspraktiken, regionale Produktionsweisen und den ästhetischen Wandel der Apothekeneinrichtung.

    Kurz CV

    Ausbildung
    Derzeitiges Aufbaustudium zur Fachchemikerin für Analytik und Spektroskopie
    M.Sc. Science for the Conservation-Restoration of Cultural Heritage
    B.Sc. Chemie

    Ausgewählte Tätigkeiten
    2025 Forschungsstipendiatin, Rathgen-Forschungslabor, Berlin
    2024 Masterarbeit, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin
    2021 Praktikum, Kompetenzzentrum für Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien der Otto-Friedrich Universität, Bamberg
    2020 Bachelorarbeit , Archäometrie-Labor des Thüringischen Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie, Weimar

    Publikationen und Vorträge
    Vortrag: The Inter-instrumental Comparability of Semi-quantitative ED-XRF Analyses of Iron Gall Inks. Workshop for Young Researchers in Archaeometry, Budapest, 14. – 17. Oktober 2025
    Bellendorf, P., Stein, M., Kloth, O., Pristl, M., Drewello, U., & Drewello, R. (2022). Materialanalysen von Glasfenstern des Naumburger Doms. Otto-Friedrich-Universität Bamberg. https://doi.org/10.48564/unibafd-sjsy7-e5843
    O. Mecking, O. Kloth, C. Tannhäuser: Das Glas der Völkerwanderungszeit in Mitteldeutschland - Herkunft und die Bedeutung des Recylings, Metalla Sonderheft 11, S. 35ff., 2021

  • Porträt einer Person mit schulterlangem, welligem, hellbraun-blondem Haar, trägt goldene Creolen und eine feine Halskette mit kleinem Anhänger, hellgrünes Shirt, neutraler heller Hintergrund; Gesicht unscharf/verpixelt.

    Anna Piccolo

    Scholar in Residence
    Forschungsinstitut


    E-Mail anna.piccolo.1@phd.unipd.it

    Zeitraum: 1. Oktober bis 31. Dezember


    Trying to preserve celluloid: efficacy tests on the newly developed MOF MIL 100 adsorber

    Die Wirksamkeit des MOF MIL 100 (Fe)-Adsorbers, einem innovativen Material zur Konservierung von Celluloid, wird in diesem Projekt getestet. Celuloid ist aufgrund seiner Instabilität und der Freisetzung von Stickoxiden (NOx) durch Alterung einer der problematischsten Kunststoffe in Museumssammlungen. Diese Gase beschleunigen nicht nur den Zerfall von Celuloid, sondern sind auch gefährlich für die umliegenden Materialien, da sie in Gegenwart von Feuchtigkeit schnell salpetrige Säure und Salpetersäure bilden. Viele Objekte sind aufgrund dieses Problems in einen sehr schlechten Erhaltungszustand geraten, wodurch ein großer Teil des Celuloid-Erbes aus den Sammlungen verschwunden ist. Der MOF MIL 100 (Fe)-Adsorber ist eine kürzlich vorgeschlagene Lösung zur Abscheidung von NOx in geschlossenen Umgebungen wie Vitrinen oder Schränken, mit dem Ziel, die durch solche sauren Stoffe verursachten Zersetzungsprozesse zu hemmen. Im Rahmen des Projekts wird dieser Adsorber erstmals an Celluloid-Modellen mit bekannter Zusammensetzung und unterschiedlichen Zuständen getestet, um seine Wirksamkeit und Selektivität gegenüber NOx zu überprüfen. Dies ist von grundlegender Bedeutung, um entweder Verbesserungen der Formulierung vorzuschlagen oder sie für die Markteinführung zuzulassen, damit endlich eine lang erwartete Möglichkeit zur Konservierung von Celluloid in historischen Sammlungen zur Verfügung steht.

    Zum ausführlichen Lebenslauf

2025

  • Lauren Ashley-Irvine

    Scholar in Residence
    Forschungsinstitut

    Thema: Study of the production and Processing methods of seven matte daguerreotypes by Carl August Steinheil at the Deutsches Museum

    Zeitraum: 1. Januar bis 31. März 2024 in Teilzeit

  • Dr. Lucrezia Barchi

    Scholar in Residence
    Forschungsinstitut

    Thema: Assessing Volatiles Emissions and Their Impact on Artifact Preservation: A Systematic Study at the Deutsches Museum
    Zeitraum: 1. Juni bis 30. November 2025

     

  • Giulia Cardin

    Scholar in Residence
    Forschungsinstitut

    Thema: Development of analytical procedures for plasticizer quantification that can shed new light into deterioration processes of historical objects at the Deutsches Museum

    Zeitraum: 1. Juni bis 30. September 2025

     

  • Angelica Fusi

    Scholar in Residence
    Forschungsinstitut

    Thema: How to get away with Rubber: Identification of Elastomeric Materials in Heritage Science
    Zeitraum: 1. September bis 31. Dezember 2025

     

2024

2023

2022

2021

GastwissenschaftlerInnen in der Konservierungswissenschaft