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Publikation

Denis Lomtev

Karl Wirths Notizbücher. Ideenwelt eines Musikinstrumentenbauers

Die gute wirtschaftliche Lage Russlands in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wirkte sich auch auf die einheimische Musikinstrumentenherstellung günstig aus, die vorzugsweise Instrumentenbauer aus Deutschland anzog. Ihre Errungenschaften und die Verbreitung ihres Wissens stellen einen festen Bestandteil des deutsch-russischen Technologietransfers dar. Als bedeutender Repräsentant dieses Austauschs gilt der in Augsburg geborene und seit circa 1825 in St. Petersburg ansässige Instrumentenbauer Karl Wirth (1800-1882), über den bisher wenig bekannt war. Ein nun erschlossenes Dokument im Archiv des Deutschen Museums bringt Licht in die Ideen- und Gedankenwelt Wirths. Drei von ihm verfasste Notizhefte ermöglichen einen tiefen Einblick in seine Arbeit und liefern in Beschreibungen und Zeichnungen zahlreiche Details zum Instrumentenbau der damaligen Zeit, besonders zum Orgel-, Klavier- und Aeolodikonbau sowie zu Modeinstrumenten wie Orphika, Nagelgeige und verschiedenen Friktionsinstrumenten. Die Notizbücher von Wirth zählen zu den wenigen Originalquellen dieser Art, die sich erhalten haben, und sind ein wesentliches Dokument ihrer Epoche.


Karl Wirths Notizbücher. Ideenwelt eines Musikinstrumentenbauers
Deutsches Museum Preprint 10
2014 Deutsches Museum
Teil 1: 167 S., Teil 2: 106 S.
ISSN 2191-0871