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Neuzugang in der Sammlung: Modell der Rennyacht Malizia II

Das Modell der Segelrennyacht Malizia (auch bekannt als Seaexplorer) wird seit 2015 gebaut und ist mittlerweile in der 3. Generation auf den Weltmeeren unterwegs. Unter der Leitung von Segelprofi Boris Herrmann segelte das Boot 100 000 Seemeilen.

Herrmanns erstes IMOCA Monohull 60-Boot war von 2017 bis 2021 im Einsatz. Es erlangte Bekanntheit durch die Atlantiküberquerung mit Greta Thunberg im Jahr 2019. Als erster Deutscher nahm Boris Herrmann (41) 2020 an der Vendée Globe teil, einer der härtesten Nonstop-Einhandregatta um die Welt. Er belegte den 5. Platz und wurde Dirtter beim Mannschaftsrennen The Ocean Race 2023. Aktuell bereitet sich Herrmann auf die nächste Vendée Globe vor.

Hermann fördert die Verbindung von Meeresforschung und Profisegelsport. Die Yacht sammelte auf ihren Fahrten ozeanweit bereits wichtige CO2-Daten. Auf seine Initiative hin wurde in die nächste Generation (Malizia III) ein automatisches Labor integriert, das permanent Temperatur, CO2-Gehalt, pH-Wert und Salzgehalt im Wasser misst und die Daten über Funk an Meeresforschungsinstitute sendet.

Die Malizia - Seaexplorer ist speziell für die rauen Bedingungen im Südpolarmeer entworfen. Sie ist 18,28 m lang, 5,50 m breit und erreicht Spitzengeschwindigkeiten von über 40 Knoten. Die Einfumpfyacht nutzt Hydrofoils (Tragflügel), um den Reibungswiderstand bei Geschwindigkeit zu minimieren.

Der Modellbauer Chris Engelhart entwickelte in enger Abstimmung mit Boris Herrmann ein funktionsfähiges Wassermodell. Das Modell kann bei entsprechendem Wind auf die Foils kommen. Es ist auseinandernehmbar.

Da die Sammlung wenige moderne Sportboote enthält, bereichert die Malizia den Profisportbereich dieser Gruppe innerhalb der Sammlung. Es wäre wünschenswert, sie dauerhaft auszustellen.

Kennzahlen

Bezeichnung: Rennyacht Malizia II (Modell)

  • Zugangsdatum, (-art): 22.01.2026 (Ankauf)
  • Zustand: ein Riss im Gehäuse der Abdeckung mit den Solarpanelen, ansonsten keine erkennbaren Schäden
  • Gefahrstoffe: keine

  • Eine Frau mit verschwommenem Gesicht steht vor einem großen maritimen Wandbild mit Schiffen und Kränen und hält zusammengefaltete Pläne oder ein gerolltes Papier; sie trägt einen weißen, strukturierten Pullover und graue Hosen.

    Daniela Menge

    Kuratorin Schifffahrt
    Ausstellungsprojekt Schiffe und Meer

    Deutsches Museum
    80306 München

    Telefon +49 89 2179 350
    Fax +49 89 2179 99350

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