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Inhalt

EWS Arbeitsstelle München – Basistechnologien des Scientific Computing (Forschungsinstitut des Deutschen Museums / LMU München)

Gefördert von

Union der deutschen Akademien der Wissenschaften

Bearbeitet von

Projektbeschreibung

Nahezu jede moderne wissenschaftliche Disziplin ist heute digitalisiert. Computersimulationen, mathematische Modelle und Algorithmen prägen zentrale Erkenntnisprozesse. Wissenschaftliche Software ist ein unverzichtbares Forschungsinstrument und Teil unseres digitalen Kulturerbes.

Aufgrund technologischer Veraltung, obsoleter Hardware und verfallender Datenträger droht diese Überlieferung unwiederbringlich verloren zu gehen. EWS schließt diese Lücke durch die systematische Erfassung, Archivierung und kritische Edition wissenschaftlicher Software von 1950 bis 2010.

Fokus München: Basistechnologien

Die Arbeitsstelle München erschließt die historischen Basisschichten des wissenschaftlichen Rechnens anhand von vier technikhistorischen Fallbeispielen: 

1. ALGOL: Algorithmic Language
Erschließung und Dokumentation der Entstehung und Implementierung von ALGOL (besonders ALGOL 60), einer bahnbrechenden frühen Programmiersprache für wissenschaftlich-mathematische Berechnungen. 

2. Computeralgebrasysteme (CAS)
Historische Untersuchung der Entstehung und Entwicklung von Softwaresystemen zur symbolischen und algebraischen Manipulation mathematischer Ausdrücke. 

3. Finite-Elemente-Methoden (FEM)
Erforschung der Entwicklung von Software und numerischen Verfahren zur Lösung komplexer physikalischer Differentialgleichungen in den Ingenieurwissenschaften. 

4. Computational Fluid Dynamics (CFD)
Technikhistorische Untersuchung der Entstehung von Simulationssoftware und Algorithmen zur numerischen Strömungsmechanik.

Forschungsdesign & Methoden

Das interdisziplinäre Forschungsdesign verknüpft drei komplementäre Methoden: 

• Systematische Archivforschung: Bündelung disparater und verstreuter handschriftlicher und digitaler Quellen in institutionellen und privaten Archiven (insb. im Archiv des Deutschen Museums). 
• Oral-History-Interviews: Semistrukturierte Leitfadeninterviews mit Zeitzeugen und Softwareentwicklern zur Erfassung informeller Praktiken. 
• Partizipative Ansätze: Erprobung partizipativer Erschließungs- und Kontextualisierungsmethoden für bislang unerschlossene Bestände. 

Gesamtprojekt-Hinweis:
Das Vorhaben ist ein Verbundprojekt. Die übergreifende Koordination und weitere Arbeitsstellen befinden sich in Aachen (RWTH) und Bielefeld (Uni Bielefeld). Vollständige Profile finden Sie auf der Haupt-Projektseite

Logos der beteiligten Akademien und Förderer

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