
Bild: Deutsches Museum
TUM-Präsident Hofmann wird Vorsitzender des Kuratoriums
Es gibt eine neue Spitze für das höchste Gremium des Deutschen Museums.
Das Kuratorium des Deutschen Museums hat seine neue Spitze gewählt: Thomas Hofmann und Nicola Leibinger-Kammüller leiten seit gestern das höchste beschlussfassende Gremium des Museums. Thomas Hofmann war vorher schon stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender. Leibinger-Kammüller, Vorstandsvorsitzende bei Trumpf, wechselt aus dem Verwaltungsrat des Museums in den Kuratoriumsvorsitz. Andreas Biagosch gibt das Amt des Vorsitzenden nach acht Jahren satzungsgemäß ab.
Alle vier Jahre wählt das Kuratorium des Deutschen Museums seinen neuen Vorsitz. Maximal zwei Amtszeiten sind erlaubt – daher legt Andreas Biagosch sein Amt nach acht Jahren nieder. „Ich bedanke mich herzlich bei allen Kuratoriumsmitgliedern für das Vertrauen über diese lange Zeit hinweg“, sagte Biagosch. Der Vorsitzende des Verwaltungsrats, Axel Cronauer, dankte ihm für sein Engagement: „Durch dich hat das Deutsche Museum in den vergangenen Jahren einen großen Schritt nach vorne gemacht.”
Als Nachfolger Biagoschs wurde gestern Thomas Hofmann gewählt - einstimmig. Er ist seit 2022 im Kuratorium und seither auch stellvertretender Vorsitzender. Hofmann, seit 2019 Präsident an der Technischen Universität München, hatte entscheidenden Anteil daran, dass der neue Generaldirektor Michael Decker 2025 für das Deutsche Museum gewonnen werden konnte. Hofmann: „Das Deutsche Museum ist ein unverzichtbarer Ort der Bildung, Inspiration und Innovation. Unzählige spätere Forscherinnen und Forscher sowie Unternehmerinnen und Unternehmer haben sich schon als Kinder und Jugendliche von den faszinierenden Ausstellungen und einmaligen Exponaten begeistern lassen. Das Deutsche Museum ermöglicht nicht nur eine Reise in die Technologiegeschichte, sondern öffnet ein Fenster in die Zukunft und für ein besseres Verständnis von Technik und Naturwissenschaften in unserer Gesellschaft.“
Der Ehrenpräsident des Kuratoriums, Staatsminister Markus Blume, erklärte: „Eine Ära geht zu Ende: Wir sind Professor Andreas H. Biagosch zu großem Dank verpflichtet. Sein Mut, seine Weitsicht und sein Engagement haben das Deutsche Museum durch wegweisende Zeiten begleitet. Herzlichen Glückwunsch an TUM-Präsident Professor Thomas F. Hofmann zur Wahl zum Kuratoriumsvorsitz. Als erfolgreicher Hochschulmanager ist er genau der richtige Mann zur richtigen Zeit.“
Nicola Leibinger-Kammüller, Vorstandsvorsitzende der Trumpf SE + Co. KG und eine der erfolgreichsten Unternehmerinnen in Deutschland, wurde ebenso einstimmig zur stellvertretenden Kuratoriumsvorsitzenden gewählt. Sie engagiert sich bereits seit 2008 im Verwaltungsrat des Museums und ist daher bestens mit dem Haus vertraut. Sie sagt: „Das Deutsche Museum ist ein einzigartiger Hort der Technikgeschichte und Innovation. Deshalb möchte ich mich auch in der neuen Funktion weiterhin für das Haus starkmachen.”
Das Kuratorium berät das Deutsche Museum, beteiligt sich an dessen strategischer Entwicklung und dient als Aufsichtsgremium. Die rund 300 Mitglieder sind ehrenamtlich tätig – zu ihnen zählen zum Beispiel auch 13 Nobelpreisträger und qua Amt alle Ministerpräsidenten der deutschen Bundesländer. Das Kuratorium wählt den Verwaltungsrat und entlastet die Generaldirektion des Museums und den Verwaltungsrat bei seiner jährlichen Sitzung, die immer im Mai rund um den Geburtstag des Museumsgründers Oskar von Miller stattfindet.

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Der neue Kuratoriumsvositzende des Deutschen Museums Thomas Hofmann (li.) und sein Vorgänger Andreas Biagosch (re.).
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Generaldirektor Michael Decker (li.) gratuliert dem neuen Kuratoriumsvorsitzenden Thomas Hofmann (re.).
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Bild: Deutsches Museum, München | Reinhard Krause
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Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume (li.) bei seiner Ansprache während der Kuratoriumssitzung im Auditorium des Deutschen Museums am 7. Mai 2026.
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