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Führungswechsel bei einer für das Deutsche Museum sehr wichtigen Institution: Am vergangenen Freitag ist Brigitte Böhm zur neuen Vorstandsvorsitzenden des Freundes- und Förderkreises (FFK) des Deutschen Museums gewählt worden. Sie folgt auf Sabine Rojahn, die dieses Amt seit 2015 innehatte. Böhm ist bereits die vierte Frau in Folge an der Spitze des Vereins.

Fragt man Brigitte Böhm nach ihren Zielen, dann muss sie nicht lange überlegen: „Ich will den Verein noch aktiver und attraktiver machen.“ Die promovierte Chemikerin und Patentanwältin kennt das Deutsche Museum als Münchnerin von klein auf: „Ich war schon mit der Grundschule in den Ausstellungen und bin dem Museum schon immer sehr zugetan.“ Und auch im FFK ist sie kein Neuling: Sie hat in den vergangenen zwei Jahren im Vorstand voll mitgearbeitet. „Ich werde da nicht ins kalte Wasser geworfen, meine Vorgängerin hat mich perfekt eingearbeitet.“ Böhm und Rojahn kennen einander schon lange. Da war es Ehrensache, den Job zu übernehmen – „obwohl ich in sehr große Fußstapfen trete.“ Böhms ganze Familie ist übrigens Mitglied im FFK: ihr Mann ebenso wie ihre beiden Kinder, die 30 und 32 Jahre alt sind.

Der Freundes- und Förderkreis des Deutsches Museums mit seinen rund 400 Mitgliedern unterstützt das Deutsche Museum nach Kräften bei der Realisierung von Projekten, die sich das Museum sonst nicht leisten könnte. Das kann der Ankauf von Exponaten sein, die Finanzierung von Katalogen, spezielle Kinder- oder Seniorenprogramme. Und, ganz wichtig: Der FFK ist auch Mitglied des Gründerkreises des Museums und trägt mit Mitteln von fünf Millionen Euro dazu bei, dass die Modernisierung des Deutschen Museums überhaupt stattfinden kann.

Was der neuen Vorsitzenden Brigitte Böhm für die Zukunft besonders am Herzen liegt: „Das Deutsche Museum braucht wieder ein Bergwerk.“ Bei der letzten FFK-Führung durchs Bergwerk hat sie selbst für die Gitarrenbegleitung gesorgt, als das „Steigerlied“ gesungen wurde. Und „Glück auf“ ist ja auch ein gutes Motto für ihren neuen Job – und für die Finanzierung des Bergwerks.

Ihre Vorgängerin Sabine Rojahn weiß das Amt jetzt in guten Händen: „Ich habe den Job jetzt acht Jahre lang gemacht, und mit 73 muss man auch ein bisschen kürzertreten. Anders als ich weiß Frau Böhm aber, was auf sie zukommt.“ Sie selbst, sagt Rojahn, sei damals von Camilo Dornier, ihrer Vorgängerin Isolde Wördehoff und Generaldirektor Wolfgang M. Heckl dazu gebracht worden, den Vorsitz zu übernehmen, obwohl sie vorher nur einfaches Mitglied war. „Und nachdem ich mit allen dreien gesprochen hatte, habe ich gedacht: Die brauchen mich.“ Bereut hat sie die Entscheidung niemals: „Ich hatte im Deutschen Museum großartige Erlebnisse, ich habe großartige Menschen kennengelernt, ich habe hier meinen Horizont erweitert. Insgesamt habe ich meine Zeit als Vorsitzende als große Bereicherung erlebt.“

Generaldirektor Wolfgang M. Heckl bedankte sich sehr herzlich bei Sabine Rojahn für ihr langanhaltendes Engagement und die großartige Arbeit und wünschte der neuen Vorsitzenden Brigitte Böhm eine glückliche Hand für die Aufgabe: „Ohne Freunde und Förderer gäbe es das Deutsche Museum gar nicht – die spielen seit Oskar von Millers Zeiten hier eine entscheidende Rolle. Und wenn wir nicht so großartige Frauen an der Spitze des Freundes- und Förderkreises hätten, wäre unser Haus nicht das, was es heute ist.“

Bild 1/2

Eine neue Frau am Ruder: Sabine Rojahn (links) übergibt den Vorsitz des Freundes- und Förderkreises des Deutschen Museums an Brigitte Böhm.

Frei zur Veröffentlichung nur mit dem Vermerk

Foto: Deutsches Museum/Hubert Czech

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Bild 2/2

Christiane Kaske, Isolde Wördehoff, Sabine Rojahn: Alle bisherigen Vorsitzenden des Freundes- und Förderkreises des Deutschen Museums sind auch auf dem Ruder verewigt.

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Foto: Deutsches Museum/Hubert Czech

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