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Freie Maschinen
Ab 8. Oktober zeigt Felix Scharstein seine bewegten und bewegenden Kunstwerke in der Ausstellung Energie – Motoren im Deutschen Museum
Da rührt sich was! Felix Scharsteins “Freie Maschinen” dürfen sich einfach drehen, entfalten und schalten, ohne dabei eine spezielle Aufgabe zu erfüllen. Die kleine Sonderausstellung in der Abteilung Energie – Motoren lädt dazu ein, Maschinen nicht nur als funktionale Objekte, sondern als poetische Systeme zu erleben — als Konstruktionen, die über ihre mechanische Logik hinaus Geschichten erzählen.
Die gezeigten Arbeiten verbinden ingenieurtechnische Präzision mit künstlerischer Experimentierfreude. Hebel, Zahnräder, Riemen, Motoren und Materialien treten in einen sichtbaren und hörbaren Dialog. Bewegung wird hier zum zentralen Ausdrucksmittel: mal rhythmisch und meditativ, mal überraschend und unberechenbar.
Ein Dutzend seiner “Freien Maschinen” hat Felix Scharstein für die Ausstellung im Deutschen Museum ausgewählt. Dabei hat sich der Künstler an den vorhandenen Objekten, den Motoren und Turbinen orientiert. Sie regen zum Staunen, Entdecken und Nachdenken an: über die Grenzen zwischen Kunst und Technik, über Kontrolle und Zufall und über die Frage, wie viel Kreativität in Maschinen stecken kann.
“Es ist etwas ganz besonderes, meine kinetischen Objekte gerade hier zu zeigen. Auf den ersten Blick fügen sie sich als mechanische Gebilde ganz gut ein. Aber dann, wenn man genauer hinschaut, bemerkt man, dass hier nicht mehr die technische Problemlösung im Vordergrund steht, dass die freien Maschinen poetisch und spielerisch Vertrautes auf unvertraute Weise neu interpretieren. Das bringt nochmal eine besondere Spannung in die Ausstellung, finde ich”, sagt Felix Scharstein.
Und Christine Kolczewski, die für die Sonderausstellung zuständige Kuratorin im Deutschen Museum sagt: “Diese Ausstellung bricht den Museumsalltag auf: Hier müssen die Maschinen nichts leisten, sie dürfen einfach wirken. Dem zuzuschauen hat fast etwas Meditatives – und gleichzeitig packt einen sofort die Neugier: Warum bewegt sich das jetzt so und was passiert als Nächstes? Eine tolle Bereicherung für unseren Bereich ‚Energie – Motoren‘.“
Die Sonderausstellung “Freie Maschinen” ist von 8. Oktober bis 29. November in der Ausstellung Energie – Motoren (Ebene 0) im Deutschen Museum zu sehen, zu hören und zu erleben.

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Die “Spinning Jenny” (2020) ist eine Transmissionsriemen-Maschine. Der Bau wurde inspiriert durch Spinnerei- und Nähmaschinen sowie mechanische Webstühle.
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Foto: Jiri Hampl

Bild: Deutsches Museum
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“Flock of Ducks” (2022) besteht aus poliertem und vergoldetem Messing und wird mit einemElektromotor angetrieben. Drei Spiralen sind ineinander verschränkt und drehen sich synchron. Die Enten am Ende der Spiralen fliegen dadurch übermütig im Kreis und umeinander herum.
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Foto: Felix Scharstein

Bild: Deutsches Museum
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Die “Stachelschnecke” gehört zur Reihe der sogenannten fraktalen Maschinen. In der Natur finden sich immer wieder Formen, die sich in ständiger Verkleinerung (oder Vergrößerung) wiederholen. Diese sogenannte Selbstähnlichkeit wird in der Mathematik vom Bereich der fraktalen Geometrie untersucht.
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Foto: Felix Scharstein

Bild: Deutsches Museum
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Ein Signal ist eine Maschine, deren Funktion darin besteht, ihre Gestalt zu verändern. Felix Scharstein würdigt das Signal als eigenständiges kinetisches Kunstobjekt, zum Beispiel als “Signalstrauch”.
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Foto: Felix Scharstein