
Bild: Deutsches Museum
Das perfekte Paar
Das Münchner Stadtmuseum und das Deutsche Museum veröffentlichen gemeinsam die digitale Ausstellung „Produkt – Werbung"
Produkt und Plakat als perfektes Paar: Unter dem Titel "Produkt – Werbung" gehen das Deutsche Museum und das Münchner Stadtmuseum heute mit zwei Versionen einer gemeinsamen digitalen Ausstellung online, in denen erstmals historische Industrieerzeugnisse aus dem Deutschen Museum mit ihren Werbeplakaten aus der Sammlung Reklamekunst des Münchner Stadtmuseums kombiniert werden. Sie machen deutlich, welche Rolle Werbung bei der Einführung neuer Industrieerzeugnisse und Marken spielte und wie sie die Konsumkultur mitgestaltete.
Ein unzertrennliches Paar – als solches könnte man die enge Verbindung von Produkt und Reklameplakat ebenfalls umschreiben. Denn Erzeugnisse verkaufen sich nicht von allein. Technische Erfindungen und neuartige Artikel müssen bekannt gemacht werden und überzeugen, um sich auf dem Markt durchzusetzen. Zugleich besitzen gerade große Unternehmen auch die benötigten finanziellen Mittel, um in innovative Werbung investieren zu können.
Seit der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts übernahmen Plakate die Rolle eines Vermittlers zwischen Produzierenden und ihrer Kundschaft. Bereits um 1900 begannen viele deutsche Firmen eigene Werbeabteilungen einzurichten und bedienten sich des damals modernsten Werbemittels: des Künstlerplakats. Es erschien als das ideale Medium, mit dem die Massen erreicht und eine neue Ware schnell verbreitet werden konnte.
Eingebettet in ihren historischen und gesellschaftlichen Kontext ermöglichen die 55 Paare aus Plakat und Produkt nicht nur Einblicke in die Alltagskultur vergangener Zeiten. Die Zusammenstellung wirft auch einen kritischen Blick darauf, wie Bedürfnisse erzeugt, Fortschritt inszeniert und aus technischen Neuerungen schon bald erschwingliche Alltagsprodukte wurden. Dabei zeigt sich eindrücklich, wie aktuell diese Themen auch heute noch in unserer Medien- und Konsumwelt sind.
"In den großen Sammlungen beider Häuser wirklich passende Matches zu finden, war komplizierter als wir gedacht hatten. Das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand aber voll und ganz: Durch die Werbeplakate aus der Sammlung des Stadtmuseums erscheinen die Objekte des Deutschen Museums in ganz neuem Licht und umgekehrt," so Bernhard Wörrle vom Deutschen Museum.
Henning Rader, Leiter der Sammlung Reklamekunst des Münchner Stadtmuseums: "Das Projekt ist ein schönes Beispiel dafür, wie bereichernd die Zusammenarbeit zweier Museen sein kann. Die unterschiedlichen Blickwinkel beider Häuser auf die Objekte waren ein echter Augenöffner."
Zu entdecken gibt es bekannte Klassiker, aber auch längst vergessene Produkte aus fast 100 Jahren Warenkultur: von Automobilen über Kinderwägen, Fahrräder und Schreibmaschinen bis hin zu Hygieneartikeln, Fotoapparaten und sogar Luftschiffen wie dem Zeppelin.
Hier geht es zur Online-Ausstellung des Deutschen Museums.
Hier geht es zur Online-Präsentation in der Sammlung Online des Münchner Stadtmuseums.
Eine Kooperation des Deutschen Museums und des Münchner Stadtmuseums.

Bild: Deutsches Museum
Bild 1/5
Die Bugspitze des Zeppelin Luftschiffs LZ 127 “Graf Zeppelin”, Baujahr 1928, in der ehemaligen Ausstellung zur Historischen Luftfahrt im Deutschen Museum und daneben das Plakat “Zeppelin kommt”, eine Farblithografie Jahrgang 1933 aus der Sammlung Reklamekunst des Münchner Stadtmuseums.
Frei zur Veröffentlichung nur mit dem Vermerk
Foto li.: Deutsches Museum; Foto re.: Münchner Stadtmuseum

Bild: Deutsches Museum
Bild 2/5
Das Pelikan-Tintenfläschchen aus der Sammlung des Deutschen Museums ist auf 1935 datiert; die Farblithografie, gestaltet von Georg Tronnier, aus dem Bestand des Münchner Stadtmuseums stammt aus dem Jahr 1902.
Frei zur Veröffentlichung nur mit dem Vermerk
Foto li.: Deutsches Museum; Foto re.: Münchner Stadtmuseum © Künstler bzw. Rechtsnachfolge

Bild: Deutsches Museum
Bild 3/5
Der Rennwagen Audi Typ C “Alpensieger”, Baujahr 1914, ist im Verkehrszentrum ausgestellt. Das Plakat dazu stammt aus dem Jahr 1905, als der Fahrzeughersteller noch “Horch” hieß.
Frei zur Veröffentlichung nur mit dem Vermerk
Foto li.: Deutsches Museum; Foto re.: Münchner Stadtmuseum

Bild: Deutsches Museum
Bild 4/5
Der “Zauberstab der Hausfrau”: Ein ESGE-Mix-Pürierstab, Baujahr 1959, aus der Haustechnik-Sammlung des Deutschen Museums und das passende Plakat aus der Sammlung Reklamekunst des Münchner Stadtmuseums, das von Langenbacher gestaltet und auf vor 1961 datiert ist.
Frei zur Veröffentlichung nur mit dem Vermerk
Foto li.: Deutsches Museum; Foto re.: Münchner Stadtmuseum © Künstler bzw. Rechtsnachfolge

Bild: Deutsches Museum
Bild 5/5
Ein perfektes Paar: Die Leica I Modell A aus dem Jahr 1930 und die Werbung für diese “Kleinfilmkamera”, die von Ludwig Hohlwein nach 1925 gestaltet wurde.
Frei zur Veröffentlichung nur mit dem Vermerk
Foto li.: Deutsches Museum; Foto re.: Münchner Stadtmuseum