
Bild: Deutsches Museum, München | Hubert Czech
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Livestreams aus dem Deutschen Museum
Regelmäßig finden in allen Standorten des Deutschen Museums Veranstaltungen statt, die wir auf dieser Webseite und auf dem YouTube Kanal per Livestream übertragen.
Der nächste Livestream
"Schöpfung" bewahren?
Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Planetary Health" am 11. Juli 2026, 11.30 Uhr
„Bewahrung der Schöpfung“ – kaum ein anderes theologisches Schlagwort ist in kirchlichen Debatten so präsent, wenn es um Umwelt- und Klimaschutz geht. Zugleich bleibt die Formel seltsam undurchsichtig. Klar ist: „Schöpfung“ ist nicht einfach dasselbe wie „Natur“ oder "Ökosystem", sondern trägt eine zusätzliche Bedeutungsebene in sich. Der Vortrag untersucht die Bedeutung der Formel für die christliche Theologie und geht dem Verhältnis zu Konzepten wie „Planetary Health" nach. Dabei wird kritisch hinterfragt, ob der Mensch die Schöpfung überhaupt „bewahren" kann – oder ob ganz andere Haltungen nötig sind. Ziel ist zu klären, welche Impulse die Theologie für das Verständnis von Ökologie und Wohlergehen geben kann. Der Vortragende: Yannick Schlote ist evangelischer Theologe und Referent für Bio‑, Medizinethik und Nachhaltigkeit bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In dieser Funktion berät er die Gremien der EKD in fachlichen Grundsatzfragen. Seine Dissertation über apokalyptische Motive in den Debatten um Künstliche Intelligenz wurde 2023 mit dem Stiftungspreis „Freiheit und Verantwortung“ der Hanns-Lilje-Stiftung ausgezeichnet. Er forscht zu Digitalisierung und ihren Anwendungen in der Medizin sowie zu Schnittstellen von Technik, Umwelt und Theologie.
Hitzeschutz für Haustiere
Begleitprogramm zur Sonderausstellung "Planetary Health" am 11. Juli 2026, 14 Uhr
Hitzewellen werden durch den globalen Klimawandel in Deutschland länger, häufiger und intensiver. Damit einhergehende Wetterlagen mit heißen Tagen und warmen Nächten sind eine erhebliche Gesundheitsbelastung, weil der Organismus tagsüber unter einem besonderen Stress steht und sich nachts nicht so gut erholen kann. Was für Menschen gilt, gilt auch für andere Tiere – nicht zuletzt die Haustiere, die mit uns leben. In diesem Vortrag wird aus tierärztlicher Perspektive erklärt, wie die Hitze den Haustieren zu schaffen macht und welche Maßnahmen sinnvoll sind dagegen zu ergreifen. Im Zentrum steht dabei der One-Health-Ansatz: Er betrachtet die Gesundheit von Menschen, Tieren und Ökosystemen ganzheitlich und kann so verstehen wie diese sich gegenseitig bedingen. Dabei wird klar, dass es eben nicht nur um den direkten Hitzestress geht, sondern auch die Verhütung von Erkrankungen der geschwächten Organismen. Außerdem sind nicht nur die Haustiere betroffen, die bei uns in der Wohnung leben und uns emotional nahestehen, sondern auch die Tiere auf der Weide und im Stall, die uns mit wichtigen Nahrungsmitteln versorgen. In einer Systemperspektive wird klar, wie wichtig einerseits die Anpassung unserer Lebensweise an ein heißeres Klima ist und wie lohnenswert Investitionen in den Klimaschutz sind, die diese Anpassungen abmildern können. Der Vortragende: Prof. Dr. Reinhard K. Straubinger, PhD. ist der Dekan der Tierärztlichen Fakultät der der Ludwig-Maximilians- Universität in München. Er ist an der LMU und der Cornell Universität ausgebildet und hat sich an der Universität Leipzig habilitiert. Er ist seit 2008 Leiter des Lehrstuhls für Bakteriologie und Mykologie am Institut für Infektionsmedizin und Zoonosen in München. Außerdem ist er Fachtierarzt für Immunologie sowie Mikrobiologie. Seine fachlichen Interessen sind die Infektionskrankheiten der Tiere, die Wirt-Erreger-Interaktion sowie die Anwendung molekularer und gentechnologischer Methoden in Forschung und Diagnostik.
Rückblick – die letzten Streams:
Unsere Livestreams bleiben nach den Veranstaltungen jederzeit abrufbar.
Forever young? Jugend-Kult vs. alternde Gesellschaft
Aufzeichnung des Zukunftsplauschs aus dem Deutschen Museum Nürnberg vom 19. Mai 2026
Straff, sportlich, leistungsfähig – wenn wir der Werbung Glauben schenken, will niemand alt werden. Ewige Jugend scheint das neue Ideal zu sein. Demgegenüber steht die harte Realität: Der demografische Wandel lässt unsere Gesellschaft altern. Sind diese beiden Extreme ein Widerspruch? Besteht womöglich ein Zusammenhang? Auch die Science-Fiction kennt utopische Welten, in der niemand mehr die Bürden des Alters tragen muss. Aber ist das ein erstrebenswertes Zukunftsszenario? Ließe es sich überhaupt erreichen oder ist Altern eine biologische und gesellschaftliche Notwendigkeit? Im Zukunftsplausch am 19. Mai diskutieren wir mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Sportwissenschaft und Gerontologie, Medizin und Medizinethik sowie Kulturanthropologie, ob wir in Zukunft noch alt werden (wollen). Diskutieren Sie mit! Gäste: Dr. Anamaria Depner (Kulturanthropologie, Goethe-Universität Frankfurt am Main) PD Dr. Ellen Freiberger (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) Prof. Dr. Andreas Frewer (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) Moderation: Dagny Müller (Deutsches Museum Nürnberg)