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Regelmäßig finden in allen Standorten des Deutschen Museums Veranstaltungen statt, die wir auf dieser Webseite und auf dem YouTube Kanal per Livestream übertragen.

Der nächste Livestream

Maschine an, Kopf aus: Lässt uns KI verdummen?

Zukunftsplausch aus dem Deutschen Museum Nürnberg am 3. Februar 2026, 19 Uhr

Navigationsgeräte, Sprachübersetzer und generative KI: Künstliche Assistenzsysteme sind längst unverzichtbarer Bestandteil in unserem Alltag geworden und erleichtern unser Leben auf Knopfdruck. Sie erinnern, navigieren, rechnen und übersetzen für uns. Werden sie gefragt, treffen sie Auswahl und Entscheidung – kurz, sie denken für uns. Selbst bei kreativen Prozessen wird KI zunehmend eingesetzt und beeinflusst Geschmack und ästhetisches Empfinden. Keine Frage, KI wird immer besser und ihre Einsatzbereiche immer weiter. Welche Folgen hat das für uns Nutzende? Verlieren wir wichtige geistige Fähigkeiten? Oder denken wir nur anders, besser und effizienter, entlastet von zeitfressenden und müßigen Aufgaben? Beim Zukunftsplausch fragen wir nach Chancen, Risiken und möglichen Folgen dieser Bequemlichkeit für unsere Gesellschaft. Expert*innen aus diversen Forschungsbereichen zur KI geben Einordnung und Antworten. Gäste: Prof. Dr. Stephanie Evert (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) Prof. Dr. Michael Gerlich (Swiss Business School) Moderation: Jana Grasser (DMN)

Rückblick - die letzten Streams:

Unsere Livestreams bleiben nach den Veranstaltungen jederzeit abrufbar.

Yan Lavallée: Vulkane zähmen?

Aufzeichnung der Veranstaltung vom 28. Januar 2026

Vulkane faszinieren und bedrohen uns zugleich. Seit jeher fragen sich Forschende, ob es Wege gibt, die Gewalt der Erde besser zu verstehen. Eine Idee, die lange wie Science-Fiction klang, rückt nun greifbare Nähe: der direkte Zugang zu Magma. Könnte das Bohren in glutflüssige Tiefen nicht nur dabei helfen, Ausbrüche besser zu verstehen oder sogar abzumildern, sondern zugleich eine neue Ära grüner Energie einleiten? Zufällige Magmakontakte bei tiefen Geothermiebohrungen in Island, Kenia und Hawaii liefern Hinweise darauf, dass solche Begegnungen deutlich weniger dramatisch verlaufen als vermutet. Anstelle von Katastrophenszenarien eröffnen sie Forschenden einzigartige Einblicke in eines der verborgensten Systeme des Planeten. Besonders verblüffend: Erste Analysen zeigen, dass die elektrische Leistung superheißen Magmadampfs etwa zehnmal so hoch sein kann wie die herkömmlicher Geothermieanlagen. Damit rückt eine extrem effiziente und nahezu emissionsfreie Energiequelle in den Blick – ein möglicher Meilenstein für die nachhaltige Energiegewinnung. Darüber hinaus könnte ein kontrollierter Zugriff auf Magmakammern die Vulkanforschung revolutionieren. Direkte Probenahmen, Messungen im Magma selbst und die Überprüfung bestehender Modelle würden unser Verständnis der Prozesse an der Grenze zwischen Magma, Gestein und hydrothermalen Fluiden grundlegend verändern. Dies hätte weitreichende Folgen für die Vorhersage vulkanischer Aktivität, die Interpretation planetarer Entwicklung und sogar die Erforschung fremder Welten. In diesem Vortrag stellt Prof. Dr. Yan Lavallée das Krafla Magma Testbed (KMT) in Island vor, das weltweit erste geplante Magma-Observatorium. Er wird das enorme Potenzial dieses Pionierprojekts aufzeigen: von neuen Energiestrategien über bessere Frühwarnsysteme bis hin zu Erkenntnissen für die Planetenforschung. Und er geht der Frage nach, die über allem steht: Kann man Vulkane zähmen? Prof. Dr. Yan Lavallée Forschung konzentriert sich primär auf die Fließeigenschaften und die mechanische Beschreibung von Magma und Gesteinen sowie deren Einfluss auf Erdbeben- und Vulkanprozesse. Er befasst sich mit Fragestellungen zur Magmaentwicklung und zum Magmatransport, mit Techniken zur Vorhersage explosiver Eruptionen sowie mit der Dynamik vulkanischer Erdbeben und dem extraterrestrischen Vulkanismus. Yan Lavallée ist Mitbegründer und Vorsitzender des Wissenschafts- und Technologiebeirats des Krafla Magma Testbeds in Island sowie Projektleiter am Exzellenzcluster ORIGINS. In Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster ORIGINS und den Physikfakultäten der LMU und TU München

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