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Regelmäßig finden in allen Standorten des Deutschen Museums Veranstaltungen statt, die wir auf dieser Webseite und auf dem YouTube Kanal per Livestream übertragen.

Der nächste Livestream

Dick van Lente: Die wechselvolle Geschichte des Computers

Wissenschaft für jedermann am 18. Februar 2026, 19 Uhr

Seit ihrer ersten Einführung nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von elektronischen Digitalrechnern erwartet, dass sie überall dort, wo sie eingeführt wurden, Wirtschaft, Regierung, Wissenschaft, militärische Macht und schließlich alle Lebensbereiche tiefgreifend verändern würden. Noch immer ist das eine dominierende Erzählung: Heute sagt man, dass KI »alles verändern wird«. Diese Erwartung setzt die Macht der Technologie voraus, die Welt zu verändern. Viele Wissenschaftler argumentieren jedoch, dass die Gestaltung und Nutzung von Technologien von lokalen Machtverhältnissen, Bräuchen und Bestrebungen bestimmt wird. Im Buch "Prophets of Computing" (2022) wird diese Frage nach dem Verhältnis von Computern und lokalen, kulturellen und politischen Umständen untersucht, indem öffentliche Debatten über die soziale Bedeutung von Computern in dreizehn Ländern verglichen werden. Im ersten Teil des Vortrags fasst Dick van Lente die Ergebnisse dieses Buches zusammen. Die meisten Menschen aber nahmen nicht an öffentlichen Diskussionen teil, und sie machten oft Dinge mit Computern, die Experten überhaupt nicht erwartet hatten. Um daher die Erwartungen von Experten mit dem tatsächlichen Gebrauch von Computern zu vergleichen, wird Dick van Lente im zweiten Teil seines Vortrags Arbeiten von Kulturanthropologen präsentieren, die Computernutzungen untersucht haben in Lateinamerika, Afrika und Südasien – Orte weit entfernt von dort, wo Computer entworfen und gebaut wurden. Haben Computer ihre Welt so verändert, wie es die intellektuellen ‚Propheten‘ erwartet hatten? Dick van Lente ist pensionierter Lektor für Kulturgeschichte an der Erasmus Universität in Rotterdam. Er gehört zum Redaktionsteam der Zeitschrift Technology and Culture. Er untersucht die Kulturgeschichte der Computer und deren Nutzung sowie die Kulturgeschichte des Kalten Krieges.

Rückblick - die letzten Streams:

Unsere Livestreams bleiben nach den Veranstaltungen jederzeit abrufbar.

Johanna Pirker: Wie Computerspiele unsere Welt verändern

Aufzeichnung des Vortrags vom 11. Februar 2026

Computerspiele sind längst mehr als Unterhaltung. Sie treiben Grafikchips an ihre Grenzen, prägen die Entwicklung künstlicher Intelligenz und ermöglichen virtuelle Experimente, die in der realen Welt kaum möglich wären. Dieser Vortrag zeigt, wie Computerspiele technische Innovationen voranbringen, komplexe Systeme erfahrbar machen und als Experimentierfelder für Künstliche Intelligenz (KI), virtuelle Welten und neue Formen des Lernens dienen. Zudem beleuchtet er, warum sie damit unsere Art zu lernen, zu arbeiten und zu forschen nachhaltig verändern. Johanna Pirker ist Informatikerin und Professorin für N-Dimensionale User Experiences an der TUM School of Computation, Information and Technology der Technischen Universität München (TUM). Zudem ist sie Associate Professorin an der Technischen Universität Graz. Sie begann ihre Karriere in der Spieleindustrie als Quality Assurance Tester bei Electronic Arts (EA) und berät weiterhin Studios im Bereich der Nutzerforschung für Spiele. Sie war Professorin für Medieninformatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie Gastprofessorin an der ETH Zürich. In Zusammenarbeit mit der TUM School of Computation, Information and Technology der Technischen Universität München

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