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Publikation

Elisabeth Vaupel (Hrsg.)

Ersatzstoffe im Zeitalter der Weltkriege

Im Zeitalter der Weltkriege war die Verfügbarkeit unverzichtbarer Rohstoffe und Güter in allen kriegsbeteiligten Ländern ein Problem. Das galt besonders für das rohstoffarme Deutsche Reich, das sich wirtschaftlich nur unzureichend auf den Ersten Weltkrieg vorbereitet hatte. Dass Deutschland diesen Krieg dennoch vier Jahre lang fortsetzen konnte, war unter anderem seiner bis weit in das 19. Jahrhundert zurückreichenden Tradition der Ersatzstoffforschung geschuldet, aber ebenso der Entwicklung und Nutzung einiger neuer Ersatzstoffe und Produktionsverfahren während des Kriegs.

Im Ersten Weltkrieg hatte Deutschland die Erfahrung gemacht, dass die Entwicklung brauchbarer Ersatzstoffe viel Zeit und Forschungsaufwand erfordert. Um möglichst unabhängig von den internationalen Rohstoffmärkten zu werden, beförderte der NS-Staat die Suche nach Ersatzstoffen deshalb schon Jahre vor Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Was aber blieb von den in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entwickelten Ersatzstoffen und -verfahren? Waren sie nur kurzfristige Notlösungen, die unter Friedensbedingungen wieder verschwanden? Oder fanden sich darunter auch Innovationen, die langfristig genutzt wurden?

Das Thema des Buchs ist hochaktuell. Denn die Auffindung und Nutzung von Ersatzstoffen, die aus heimischen, erneuerbaren und nachhaltigen Ressourcen hergestellt werden können, wird angesichts der limitierten Rohstoffvorkommen auf unserem Planeten, der wachsenden Weltbevölkerung und des Klimawandels weiter an Bedeutung gewinnen.


Ersatzstoffe im Zeitalter der Weltkriege
Geschichte, Bedeutung, Perspektiven
2021 Deutsches Museum
348 Seiten
ISBN 978-3-948808-02-0
Buchhandelspreis 39,90 €
ISSN 2365-9149


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Persistent Identifier: urn:nbn:de:bvb:210-dm-studies9-0

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