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Die Modellbauwerkstätte des Deutschen Museum zählt mit zu den größten Werkstätten im Deutschen Museum. Ihre Aufgabe ist der Neubau und die Restaurierung von Modellen und Dioramen. Während die Bildhauerinnen und Bildhauer mehr die künstlerische Gestaltung der Modelle übernehmen, stellen die Modellbauer die technischen und mechanischen Details her.

Die Werkstätte arbeitet z.B. an verschiedenen Modellen für die neue Ausstellung Pharmazie, so etwa an dem Modell einer riesigen, begehbaren Zelle. Auf dem linken Bild ist für diese Zelle ein Mustersegment zu sehen; insgesamt soll die Zelle zehn Meter lang und sechs Meter hoch werden.

Wichtig ist, daß die Modelle so solide und widerstandsfähig wie möglich gebaut sind, damit sie möglichst lange halten. Die gebräuchlichsten Materialien sind Holz, Messing und sehr fester Hartschaum, der schwerer als Holz ist. Es werden aber auch andere, oft erst nach verschiedenen Versuchen ausgewählte Materialien hinzugezogen, die den individuellen Charakter bestimmter Details wiedergeben. So wird zum Beispiel Astmaterial benutzt, um eine Holzstruktur im kleinen Maßstab abzubilden oder winzige Teile von Korkplatten, um die Struktur von Ziegelmauern wiederzugeben.

Ziel ist die möglichst authentische Annäherung an das Originalobjekt. Idealerweise ist das Museum in Besitz eines solchen Objekts, vielfach aber dienen den Werkstätten als Vorlagen Fotos und Zeichnungen, nach denen dann das Modell in enger Abstimmung mit dem Konservator, ggf. auf dem Weg über ein Vormodell, angefertigt wird.