
Bild: Deutsches Museum
Modul 2
Bildungs- und Vermittlungsformate
In diesem Modul wurden Ansätze entwickelt, um verschiedene Multiplikator:innen zu unterstützen, Grundlagen, Anwendungen und Implikationen von Quantentechnologien weiterzuvermitteln.
„Für mich als Quantenneuling verständlich erklärt und die Neugierde geweckt. Sehr guter Vortrag und motivierte Helfer. Auf jede Frage wurde interessant reagiert“
1. Wissenschaftskommunikations-Schulungen
Ankündigungen:
nächste Schulung: 07. – 10. 04. 2026 Quatschen über Quanten & Co
Es haben im Rahmen des Quanten(t)räume-Projekt zwei Wissenschaftskommunikations-Schulungen stattgefunden:
1. Schulung: 19. + 24.09.2024 Quatschen über Quanten
Der erste Tag vor Ort im Museum vermittelte Grundlagen der Wissenschaftskommunikation mit theoretischen Methoden und kleinen praktischen Übungen. Der zweite abschließende Tag bot im Science Communication Lab (SCL) einen realistischen Übungsraum, um die eigene Kommunikation mit den Besuchenden des Deutschen Museums zu erproben, zu analysieren und im Team zu reflektieren. Hierzu wurden zuvor in Eigenarbeit zwischen diesen beiden Tagen kleinere Kommunikations-Sequenzen - basierend auf der eigenen Forschung - entwickelt. Das SCL -Team stand in dieser Zeit persönlich und digital beratend zur Seite.
2. Schulung: 28. – 30.04.2025 Quatschen über Quanten & Co
Die Schulung im Deutschen Museum bot eine Einführung in das Thema Wissenschaftskommunikation vor allem mit dem Schwerpunkt Quantentechnologien und verband Theorie und Praxis. Programmpunkte waren neben den Grundlagen auch die historischen Meilensteine der Wissenschaftskommunikation. Auch die Themen Inklusion bzw. Barrierefreiheit und Stolpersteine in der Kommunikation von Wissenschaft wurden aufgegriffen.
Inspiriert durch eine Reihe von erprobten Best Practice Beispielen entwickelten die Teilnehmenden eigene kleine Kommunikations-Aktivitäten, die sie dann im offenem Museumsprogramm erproben konnten.
So sind z.B. ein Quantenwissen-Glücksrad, ein Quantencomputer-Modell, ein Wissensquizz, Quanten-Labyrinth und verschiedene andere Spiele entstanden. Über ihre Mitmach-Aktionen vermittelten die Teilnehmenden verschiedene Inhalte zu bestimmten Aspekten der Quantentechnologien und gerieten so mit den Besuchenden in vertiefende Gespräche.
In der kommenden Schulung wird im praktischen Part der Schwerpunkt auf die Entwicklung von kurzen mitreißenden Flashtalks gelegt. Die Themen basieren auf der eigenen Forschung und sollen mit aktivierenden Interaktionen das Publikum zum Mitdenken über Quantentechnologie-Anwendungen anregen.
Bildergalerie
„I didn’t expect to develop our idea in such a short time and that practical implementation with ‘real’ visitors would be so much fun.“
2. Fortgeschrittenenkurse im PhotonLab
Für Oberstufenkurse, die die Quantenphysik vertiefen möchten, bieten wir einen Vertiefungskurs im Schülerlabor PhotonLab an (Flyer). Neben den normalen Experimenten zur Optik können Schüler:innen viele der im Unterricht oft nur theoretisch behandelten Versuche selbst im Rahmen von Analogieexperimenten durchführen. Darüber hinaus bekommen sie einen Einführungsvortrag in die Quantenphysik sowie Einblicke in Forschungsbereiche des MPQ. Im zweiten Teil des Programms werden die Funktionsweise und der Nutzen von Quantentechnologien, insbesondere Quantencomputern, thematisiert. In einem interaktiven Vortrag werden sowohl die grundlegende Funktionsweise als auch der Vorteil von Quantencomputern diskutiert. Als Abschluss wird in einem Demonstrationsexperiment gezeigt, wie einzelne Photonen erzeugt werden und diese mit sich selbst interferieren können.
Das Angebot erfreut sich großer Beliebtheit; bisher wurden mehr als 35 Kurse mit über 450 Teilnehmenden durchgeführt, für das aktuelle Schuljahr sind mindestens 5 weitere Kurse geplant. Für das gesamte Programm (maximal 15 Personen) sollten sechs Stunden eingeplant werden, für eine kürzere Version 2 1/2 Stunden. In der kürzeren Version muss das Programm entsprechend gekürzt werden, die Auswahl der Module erfolgt nach Absprache
Quantenfreitage
Um neben Schüler:innen auch der breiten Bevölkerung einen Einblick in die Wissenschaft zu geben, wird einmal im Monat das Schülerlabor für alle geöffnet. Mit Voranmeldung können alle, die sich dafür interessieren, im PhotonLab experimentieren und Phänomene der Quantenphysik selbst austesten. Außerdem wird erklärt, worauf die Technologie Quantencomputer basiert und welchen Nutzen man sich von diesen Computern erhofft. Zuletzt kann live mitverfolgt werden, wie Einzelphotonen erzeugt werden.
Seit Projektstart wurden 14 Quantenfreitage durchgeführt, wobei insgesamt 154 Teilnehmende im PhotonLab begrüßt werden konnten.
Mehr Infos
3. Lehrkräftefortbildungen
Ankündigungen:
18.03.2026 9:30-15:30 Uhr Quantenkryptographie im Schülerlabor hier geht’s zum Flyer
Es haben im Rahmen des Quanten(t)räume-Projekt folgende Lehrerfortbildungen stattgefunden
Eintägig: 19.11.2024 Vom Qubit zum Quantencomputer
Zweitägig 27.-28.01.2025 Qubits, Quanten-Perlen und –Computer
Eintägig: 09.10.2025 Von Quantensprüngen, Qubits und Quantencomputer
Dreitägig: 19.-21.01.2026 Quantenphysik - Von Katzen, Qubits und Quantencomputern
In den verschiedenen Fortbildungslehrgängen konnten die Lehrkräfte unter anderem in den Ausstellungen des Deutschen Museums einen Einblick in die Geschichte und Grundlagen der Quantenoptik des 20. Jahrhunderts gewinnen und dabei Quantenphänomene und die Quantenphysik des Lichts erleben. In verschiedenen Workshops und Fachvorträgen wurden Sie vom klassischen Bit über Qubits zum Quanten-Computing geführt und erarbeiteten mit einfachen Modellen und Mach-Zehnder-Interferometer die Grundlagen von Quanten-Algorithmen. Sie besuchten das PhotonLab in Garching, konnten dort die Quantenexperimente durchführen, den Quantencomputer-Demonstrator und Elemente des Fortgeschrittenenkurses kennen lernen.
In spannende Führungen durch Forschungslabore im Max-Planck-Institutut für Quantenoptik und dem Walther-Meißner-Institut kamen sie einerseits in Kontakt mit Experimentier-Aufbauten aus dem Bereich der Quantentechnologien und konnten andererseits auch mit jungen Wissenschaftler:innen direkt ins Gespräch kommen.
Im Markt der Möglichkeiten konnten die Lehrkräfte die verschiedensten gut erprobten Best-Practice-Beispiele selbst erleben und sich für den Einsatz im Unterricht inspirieren lassen.
Hier werden Arbeits Materialien in Kürze zum Download bereitgestellt.
„Der Markt der Möglichkeiten hat mir für meinen Unterricht viele neue Impulse gegeben.“
„Sehr engagierte ‚Jung-Forscher‘ persönlich kennenzulernen hat mir an der Fortbildung besonders gut gefallen“
4. PlayDecide Game
Zielsetzung: Ein breites Publikum soll Zugang zu den Zukunftsszenarien aus dem Arbeitspaket von Modul 1 erhalten und zur Reflexion von deren Bedeutung angeregt werden.
Vorgehen: Entwicklung eines PlayDecide Spiels als gesellschaftliches Element in Zusammenarbeit von PhotonLab mit dem Fraunhofer ISI und dem Deutschen Museum.
Frage- und Wissenskarten werden in Kleingruppen vorgestellt und auf dieser Grundlage die möglichen Zukünfte der Quantentechnologien diskutiert. Innerhalb des Projekts wird das Spiel bei verschiedenen Veranstaltungen eingesetzt.
Hier werden die Materialien in Kürze zum Download angezeigt.



