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Neue Ausstellung im Rahmen der Modernisierung ab Juli 2022. Alles über die wichtigsten Tragwerkstypen – Balken, Bogen und Seilkonstruktionen – und Entwicklungen im Brücken- und Wasserbau.

Drunter und drüber

Bauen ist eine Wissenschaft für sich. Für den komplexen Ablauf von Entwurf über Konstruktion und Ausführung braucht es erfahrene Fachleute. Innerhalb des Ingenieurbaus gilt der Brückenbau als Königsdisziplin. Das liegt an den oft gigantischen Dimensionen der Bauwerke, die zudem häufig innovative Prototypen oder Einzelstücke sind und ganze Landschaften prägen.

Nicht weniger spannend ist der Wasserbau, der Ingenieurinnen und Ingenieure vor ganz eigene Herausforderungen stellt. Die vielfältigen Projekte reichen vom Kanal-, Schleusen- und Hafenbau bis hin zu Staudämmen und Wasserkraftwerken.

So facettenreich wie der Ingenieurbau präsentiert sich die Ausstellung Brücken und Wasserbau: fest und fließend, steinhart und dynamisch.

In der Ausstellung Brücken und Wasserbau geht es drunter und drüber! Nicht nur thematisch, sondern auch räumlich: Die Ausstellung führt über verschiedene Ebenen durch die Ingenieurwissenschaften Wasser- und Brückenbau. Ein weiterer Bereich dient als Sonderausstellungsfläche für wechselnde Schwerpunkte: Zunächst steht hier das Thema Beton im Mittelpunkt und es gibt das erste Bauwerk aus Eisenbeton in Deutschland überhaupt zu bewundern: die Hundehütte des Bauunternehmers und Betonbau-Pioniers Conrad Freytag aus dem Jahr 1884! Den großen Bogen spannt eine Brücke aus Glas, die sich als begehbare Hängebrücke durch den Raum schwingt. Auf, unter, vor, hinter und neben ihr kann man mit zahlreichen Originalteilen von der historischen Wasserleitung bis zum Brückenkabel, lebensnahen Modellen, detailfreudigen Dioramen, informativen Medienstationen und interaktiven Demonstrationen erleben, wie Erkenntnisse aus den Naturwissenschaften im Ingenieurbau praktisch umgesetzt werden.

Highlights der neuen Ausstellung

Die Brücke aus Glas

Diese begehbare Hängebrücke aus Stahl und Glas schwingt sich mit 27 Metern Spannweite durch die Ausstellung. Die Konstruktion steckt nicht nur voll technischer Raffinesse, sie ist auch ein Ausdruck der Gestaltungskraft im Ingenieurbau. Außerdem dient die Brücke selbst als Demonstration: Man kann sie beim Begehen spürbar in Schwingung versetzen. Das zeigt, welche Spielräume moderne Baustoffe eröffnen.

Modell der Normandiebrücke im Bau

An der französischen Atlantikküste zwischen Le Havre und Honfleur überspannt ein gewaltiges Bauwerk die Mündung der Seine: Die Normandiebrücke war 1995 die größte Schrägseilbrücke der Welt. Das Modell zeigt die Bauarbeiten am Nordpylon im Frühjahr 1993. Der Pylon und die Seilverankerungen an der Spitze sind fertig. Der Betonmantel wird gerade mit einer Kletterschalung angefertigt. Gleichzeitig beginnt man unten mit dem Bau des Brückendecks. In mehr als 250 Metern Höhe überragt der Kran die Baustelle.

Modernisierung

Strichzeichnung des Museumsgebäudes auf der Museumsinsel.

Wir räumen ein

Der Härtetest

Teil I der Generalsanierung des Deutschen Museums ist auf der Zielgeraden. Zu den ersten Ausstellungen, die bereits wieder eingerichtet werden, gehört Brücken und Wasserbau – und die vom Olympiadach-Ingenieur Jörg Schlaich eigens für das Deutsche Museum konstruierte Brücke aus Glas wird einem echten Härtetest unterzogen.

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