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Countdown, Start, Raumflug, Landung: Auf dem Weg von der frühen Raketentechnik übers Weltraumlabor bis zu den Satelliten erwartet Sie auch dank interaktiver Elemente ein universales Reiseerlebnis.

Völlig losgelöst von der Erde: Die Raumfahrt, also der Transport von Maschinen und Menschen ins All, ist eine junge Technikdisziplin. Die Faszination für das Universum besteht zwar schon seit Menschengedenken, aber über die nötigen Kenntnisse, Mittel und Fähigkeiten, um die Grenzen unseres Planeten zu überwinden, verfügen wir erst seit einigen Jahrzehnten. Inzwischen kreisen Tausende Satelliten um die Erde, die Menschen waren auf dem Mond, sie besetzen in einer Raumstation einen dauerhaften Außenposten – und es gibt noch viel weiterreichende Pläne für künftige Reisen in die unendlichen Weiten. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Raumfahrt von den frühen Ideen und Innovationen bis zur heutigen Bedeutung als zentraler Eckpfeiler im modernen Alltag und für Erkenntnisse über das Leben auf der Erde … oder vielleicht anderswo.

„Es ist auf der Welt nichts unmöglich, man muss nur die Mittel entdecken, mit denen es sich durchführen lässt.“
Hermann Oberth (1894–1989), Mitbegründer der Raketentechnik

Countdown, Start, Raumflug, Landung: Der Rundgang durch die dunkel gehaltene Ausstellung Raumfahrt funktioniert wie eine Reise ins All. Er beginnt nach einem Überblick über unser Sonnensystem bei den Anfängen der Raketentechnik, führt über die Entwicklung von Raketentriebwerken bis zur bemannten Raumfahrt samt Weltraumlabor und weiter zu Satelliten und Sonden, bevor man bei der Fernerkundung landet. Zahlreiche Exponate und Modelle vom Raketenschlitten bis zu Raumanzug und Helios-Sonde sowie Medienstationen und interaktive Demonstrationen sorgen für ein »universales« Reiseerlebnis.

„Die wenigen Plätze in Raumschiffen sollten Fachleuten vorbehalten bleiben, die etwas für die Allgemeinheit tun.“
Walentina Tereschkowa (*1937), erste Frau im Weltraum

Highlights der neuen Ausstellung

Raketenwagen Rak. 7.

1930 begann der Raketenpionier Max Valier mit Hilfe des Fabrikanten Paul Heylandt Brennkammern für flüssige Treibstoffe zu entwickeln. Für seine Tests ließ Valier mehrere Versuchswagen bauen. Beim Rak.7. verwendete er erstmalig die Kombination aus flüssigem Sauerstoff und Brennspiritus. Im April 1930 führte er den Rak. 7. öffentlich in Berlin vor.

Satellit ASTRO-SPAS

Der wiederverwendbare Satellitenträger ASTRO-SPAS trug Messgeräte für die Erforschung der Erdatmosphäre mit sich und flog viermal mit dem Space-Shuttle in den Weltraum, zuletzt 1997. Mit den eingebauten Instrumenten führte ASTRO-SPAS selbstständig astrophysikalische Messungen durch. Hier ist er mit dem eingebauten Teleskop CRISTA ausgestellt.

Atmosphären-Fahrstuhl

Einsteigen zur Fahrt in den Weltraum! Im virtuellen Fahrstuhl wird der Aufstieg durch die Erdatmosphäre bis in den Weltraum simuliert. Dabei werden die physikalischen Eigenschaften der jeweiligen Atmosphärenschichten – wie Temperatur und Luftdruck – sowie die dort stattfindenden Wetterphänomene inszeniert.

Moon-Talk mit Charlie Duke

Der ehemalige Astronaut Charlie Duke war mit der Apollo-16-Mission der zehnte Mensch auf dem Mond. Als „Capcom“ hielt er bei der Apollo-11-Mission am 20. Juli 1969 den Funkkontakt mit den Astronauten in dem Moment, als Neil Armstrong bei der Landung auf dem Mond die legendären Worte sprach „The Eagle has landed“. Als Duke im Juni 2019 zu Gast im Deutschen Museum war, entstand dieses Video.

Programm in der Ausstellung

Lebensgroße Figur einer Astronautin schwebt im Weltraumlabor Spacelab.

Wann findet das Programm statt?

Jeden Tag live. Jeden Tag neu. Für Einzelbesucher und Kleingruppen bis fünf Personen finden täglich kostenlos und ohne Anmeldung Führungen, Vorführungen, Science Shows und Mitmachprogramme in unterschiedlichen Ausstellungen statt. Das aktuelle Tagesprogramm wird jeden Tag um circa 9:20 Uhr auf der Webseite und in der Deutsches Museum App veröffentlicht.

Zahlen und Fakten

  • Lage: Ebene 2
  • Ausstellungsfläche: 1125 qm
  • Exponate und Modelle: ca. 290
  • Demonstrationen und Interaktiva: 5
  • Medienstationen: 19
  • Dioramen: 3

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