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Mehr als zwei Drittel der Erde sind von Wasser bedeckt, dennoch ist uns nur ein Bruchteil des Ozeans bekannt. Die Dunkelheit, die Kälte und der gewaltige Druck stellen große Herausforderungen dar.

Was ist Meeresforschung?

Die Meere sind für die Menschen und die Erde von unschätzbarer Bedeutung: Sie beeinflussen das Klima, liefern wertvolle Nahrungsmittel und Bodenschätze und sind ein einzigartiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Trotzdem ist die Tiefsee größtenteils unbekannt. Erst allmählich verstehen MeeresforscherInnen die Meeresströmungen, die Ökosysteme der Tiefsee und die geologischen Strukturen des Meeresgrundes.

Mit Scheinwerfern nach Tiefseefischen suchen, einen Unterwasserroboter beobachten, eine Tauchfahrt mitmachen: Die Ausstellung Meeresforschung zeigt die Technik, die beim Forschen unter den extremen Bedingungen der Tiefsee nötig ist.

11 034 mist der tiefste Punkt der Erde. Er liegt im Marianengraben im Westpazifik.

214 mtief tauchte der Extremtaucher Herbert Nitsch 2007 ohne jegliche Hilfsmittel oder Luftversorgung.

3000 mkönnen Pottwale abtauchen. Das ist der Rekord unter den Säugetieren.

Themen der Ausstellung

Die Anfänge der Meeresforschung

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts galt die Tiefsee als toter, lebloser Raum. Umso größer war die Überraschung, als sich an den ersten Telegrafenkabeln, die unter Wasser verlegt wurden, Spuren von Lebewesen fanden. Das Interesse an der Erforschung der Tiefsee erwachte.

Ein detailreiches Diorama der ersten wissenschaftlichen Expedition Ende des 19. Jahrhunderts zeigt, wie das interdisziplinäre Forschungsteam auf dem Forschungsschiff Challenger gearbeitet hat. Die deutsche Atlantikexpedition des Forschungsschiffes Meteor Anfang des 20. Jahrhunderts hat erstmals den Ozeanboden des Atlantiks systematisch vermessen und ein Modell des Großseglers Gauß nimmt Sie mit auf die erste deutsche Antarktisexpedition.

Moderne Meeresforschung – die Erschließung der Ozeane

Das größte Ökosystem unserer Erde birgt viele unterschiedliche Geheimnisse. Doch vor allem angesichts des Klimawandels wird es immer wichtiger, mehr über den Ozean herauszufinden. Mit modernsten Geräten erkunden die ForscherInnnen die unbekannten Tiefen, um Zusammenhänge und Veränderungen zu verstehen.

Die Ausstellung stellt technische Mittel vor, mit denen wir in den Ozean vordringen können. Spezialtauchboote bringen Menschen in unerreichbare Tiefen. Zahlreiche Geräte messen Veränderungen von Strömungen, Unterwasserroboter untersuchen Tier- und Pflanzenräume und deren Untergrund, nehmen Proben oder kartieren den Meeresboden.

Vorstoß in die Tiefe

Unter dem gewaltigen Druck in der Tiefsee können Menschen nicht ohne Hilfsmittel überleben. Wie stark der Druck mit der Wassertiefe zunimmt, spüren Besucherinnen und Besucher an einer Demonstration.
Mit metallenen Spezialausrüstungen drangen Taucher in den 1920er-Jahren erstmals in mehrere hundert Meter Tiefe vor. In der Ausstellung ist ein originaler Panzertaucher aus der Pionierzeit zu sehen.

Tiefer geht es nur mit speziellen Tiefsee-U-Booten. Im Jahr 1960 tauchte die Trieste auf die Rekordtiefe von 10 916 m – einen Nachbau der Tauchkugel mit Originalteilen kann man in der Ausstellung bewundern. Bei wem die Vorstellung, in der engen Tauchkugel von Piccard in die Tiefe zu gleiten, Beklemmung hervorruft, der wird sich vielleicht lieber auf eine Tauchfahrt mit dem deutschen Forschungsroboter MARUM-QUEST begeben. Mit Hilfe seiner HD-Kameras lässt sich die faszinierende Welt heißer Tiefseequellen bestaunen.

„Das Meer bedeckt sieben Zehntel der Erdoberfläche, und der Seewind ist rein und gesund. In dieser unermesslichen Einöde ist der Mensch doch nie allein; denn er fühlt das Leben um ihn herum; ein übernatürliches wundervolles Dasein rührt sich in demselben; es ist nur Bewegung und Liebe.“
20 000 Meilen unter dem Meer, Jules Verne (1828–1905)

Angebote zum Thema Meeresforschung

Für Schulklassen

Angebote und Material für Lehrkräfte und Schulklassen

Programm

Das können Gruppen buchen

Angebote für Familien und Gruppen

Für Gruppen

Begleitmaterial

Führung durch die Meeresforschung

Führung durch die Ausstellung mit Kurator Christian Sicka.

Daten

  • ca. 400 qm  im Erdgeschoss
  • 80 Exponate
  • 1 Diorama

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