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Achteck-förmige Collage aus sieben sechseckigen Bildern um ein zentrales Logo: Mitte das ORIGINS Excellence Cluster-Logo mit TUM, LMU und Partner-Emblemen; oben ein Molekülmodell vor Erde und Weltraum; oben links ein dichtes Sternenfeld mit roten Nebelflecken; oben rechts ein schwarzer Hintergrund mit kreisförmiger Teilchenspuren-Visualisierung in Gelb und roten Trefferlinien; unten links eine stilisierte Kreisel-Illustration vor Daten- und Wellenmustern; unten Mitte bunte, säulenartige Punktwolken-Darstellung auf schwarzem Grund; unten rechts ein goldener Jubiläumsring mit der Zahl 70 und Text „1954–2024“.
  • Vortrag

Wissenschaft für jedermann

Pi-mal-Daumen ist zu wenig

Mit Präzision auf der Suche nach neuer Physik – Livestream und Vor-Ort-Veranstaltung, Hochpräzise experimentelle Messungen haben in der Geschichte der Wissenschaft oft zu einem erheblichen Erkenntnisgewinn geführt.

In Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster ORIGINS und den Physikfakultäten der LMU und TU München

Prof. Dr. Hartmut Wittig
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Hochpräzise experimentelle Messungen haben in der Geschichte der Wissenschaft oft zu einem erheblichen Erkenntnisgewinn geführt, insbesondere dann, wenn die experimentellen Ergebnisse nicht mit der gängigen theoretischen Erklärung in Einklang zu bringen waren. Ein berühmtes Beispiel sind die gemessenen (scheinbaren) Anomalien in der Planetenbewegung, die im Rahmen der klassischen Mechanik nicht interpretierbar waren und erst in Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie ihre vollständige Erklärung fanden. Die Relativitätstheorie impliziert wiederum eine Fülle »neuer Physik« wie die gravitative Rotverschiebung, Gravitationslinsen oder die Existenz von Gravitationswellen. 

Präzisionsmessungen werden auch vorgenommen, um das Standardmodell der Teilchenphysik auf den Prüfstand zu stellen. Eine Diskrepanz zwischen experimentellen Messungen und theoretischen Erwartungen wäre ein untrügliches Zeichen für die Existenz neuer Teilchen und Kräfte, die eine Erklärung für die dunkle Materie oder die Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie im Universum liefern könnten. In jüngster Zeit hat in diesem Zusammenhang das so genannte anomale magnetische Moment der Myonen für Aufsehen gesorgt, bei dem eine Diskrepanz von etwa fünf Standardabweichungen zwischen Experiment und Theorie beobachtet wurde – das Myon verhält sich damit etwas anders, als es nach dem Standardmodell zu erwarten wäre. Prof. Dr. Hartmut Wittig beleuchtet in seinem Vortrag den aktuellen Stand der Forschung zu diesem Thema und geht der Frage nach, ob man tatsächlich auf eine neue Physik hoffen darf.

Weitere Informationen finden sie im Download.

Ablauf und Hinweise

Kontakt

    Die nächsten Vorträge:

    Zentral platzierte Origins Excellence Cluster Logo umgeben von sieben sechseckigen Bildern: oben Molekülmodell vor Weltraumkulisse, rechts oben Teilchendetektor-Eventdarstellung, rechts mitte ausbrechender Vulkan mit Lavafontäne, unten ein 3D-Datenpunkt-Visualisierung in bunten Säulen, links unten schematische Beta-Zerfallsdarstellung von Atomkernen, links oben dichte Sternenwolke/Galaxienaufnahme.
    Nahaufnahme eines archäologischen Pfeilspitzen-Fragmentes aus Metall, eingebettet in einen rechteckigen Probenhalter mit Drahtfixierung, montiert auf einem verstellbaren Metallstativ vor unscharfem Laborgerät.
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