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Spiel + Exponat + Anwendung: Dank dieser Formel können Sie in Sachen Perspektive, Dimension oder Symmetrie ganz leicht erkennen, dass Mathematik einfach Alltag ist. Rechnen Sie mit Spaß hoch drei!

Ab 8. Juli 2022

Neue Ausstellung im Rahmen der Modernisierung des Museums.

Von der Form zur Formel und zurück: Mathematik macht alles einfacher – auch wenn manche Reihe aus Ziffern, Buchstaben und Symbolen das auf den ersten Blick nicht vermuten lässt. So sind Haifischflosse, Triangel und Hausgiebel mathematisch gesehen ganz einfach Dreiecke. Und alle Dreiecke haben bestimmte, gleiche Eigenschaften. Diese allgemeingültigen Merkmale helfen dann wieder, neue Dinge, Bauwerke oder Technologien zu erschaffen, zu erfassen und zu beschreiben. Die „Kunst des Lernens“, wofür der Begriff aus dem Altgriechischen steht, ist damit keine hohe Kunst, sondern ganz einfach ein wichtiger Teil unseres Alltags, unseres Lebens.

Spiel + Exponat + Anwendung = Spaß hoch drei! Das ist die Formel für die Mathematikausstellung. Als Grundelement dient der Würfel, der den Rundgang durch die Bereiche Einführung, Dimension, Perspektive und Symmetrie gestalterisch begleitet. Es gibt »schwebende« Würfel mit Informationen, vieleckige Medienstationen und würfelförmige Mitmachtische. So wird das interaktive Konzept in einen geometrischen Bezugsrahmen gesetzt und mit historischen Ausstellungsstücken und Anwendungsbeispielen erweitert. Die vielen Spiele erleichtern das Verständnis der mathematischen Denkweise. Dazu zeigen reich bebilderte Kontext-Bausteine, wie dieses Denken z. B. in der Architektur ganz praktisch umgesetzt wird. Als Brücke dazwischen fungieren zahlreiche mathematische Instrumente, wie ein hölzerne Pantograf aus dem Jahr 1782, ein vergoldeter Universalzirkel von 1586, Reißzeug aus Silber und Elfenbein oder ein Ellipsenzeichner aus Südkorea, der aussieht wie die Museumseule.

Highlights der neuen Ausstellung

Frühe Meister der Geometrie

Jedes Jahr, wenn der Nil sich grün färbte, wussten die ägyptischen Landvermesser: Die Flut kommt, überschwemmt die Felder und verwischt dabei die Flurmarken. Somit war die genaue Größe der Felder nicht mehr zu erkennen. Um sie neu zu vermessen, spannen Landvermesser im Diorama ein Seil mit zwölf Knoten und stecken so einen rechten Winkel ab.

Der Harmonograf

Harmonische Kringel entstehen bei dieser Mitmachstation: Zwei Pendel werden in Bewegung versetzt. Die sich überlagernden Bewegungen malen elegante Figuren aufs Papier.

Projektionsapparat von Papperitz

Der zunächst rätselhaft erscheinende Apparat von Erwin Papperitz, der lange als verschollen galt, präsentiert sich in neuem Glanz. Der Apparat, auf den er 1911 ein Patent erhielt, dient zur Visualisierung von räumlich geometrischen Figuren.

Modernisierung

Strichzeichnung des Museumsgebäudes auf der Museumsinsel.

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