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Kommen Sie mit auf eine Zeitreise, die von den Anfängen der Werkzeugmaschinen bis zu einer computergesteuerten Produktionsanlage führt.

Die Herstellung von Gebrauchs- und Konsumgütern in großen Mengen ist für uns heute selbstverständlich. Sie ist mittelbar oder unmittelbar mit dem Einsatz von Werkzeugen und Werkzeugmaschinen verbunden. Zwischen den ersten Handwerkzeugen – wie Faustkeil und Fidelbohrer – und den heute gebräuchlichen Werkzeugmaschinen lagen viele Entwicklungsschritte.

Im 18. und 19. Jahrhundert entstanden leistungsfähige Dreh- und Bohrmaschinen sowie Fräsmaschinen. Erst sie ermöglichten die universelle Nutzung von Metall als Werkstoff. Die Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse und des täglichen Lebens, die die neuen Produktionsmethoden gemeinsam mit der Dampfmaschine bewirkten, waren grundlegend. Man spricht von der „industriellen Revolution“. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts kam aus den USA ein Verfahren, das einen weiteren Paradigmenwechsel einleitete: die numerische Steuerung (NC, engl. für „Numerical Control“). Sie übernahm die Bedienung der Maschine – eine Aufgabe, die bis dato Menschen vorbehalten war.

Die Ausstellung zeigt in drei der jeweiligen Zeit nachempfundenen Räumen die Geschichte der Werkzeugmaschinen. Die Exponate sind größtenteils funktionsfähig und können auf Wunsch vorgeführt werden.

Themen der Ausstellung

Ursprünge der Werkzeugmaschinen

Wandbilder in Theben (Ägypten) um 1600 v. Chr. zeigen das erste Mal hölzerne Geräte zum Drehen und Bohren. Vier Dioramen dokumentieren im ersten Saal der Ausstellung diesen Zeitraum von fast 3500 Jahren und die Entwicklungsschritte von den frühen Dreh- und Bohrgeräten bis zur mechanischen Werkstatt des 19. Jahrhunderts.

Dreh-, Hobel-, Fräs- und Zahnradbearbeitungsmaschinen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die wie in einer Werkstatt jener Zeit aufgestellt sind, werden über ein Vorgelege und eine gemeinsame Transmissionswelle funktionsfähig angetrieben. Die Beleuchtung und der Fußboden sind auf dieses historische Ambiente abgestimmt.

Klassische Werkzeugmaschinen

Der zweite Saal ist den klassischen Werkzeugmaschinen gewidmet. Ihre Entwicklung war bis 1930 abgeschlossen. Einschneidende Neuerungen gab es erst nach 1945. Die Transmission mit Lederriemen hatte ausgedient und wurde durch den Einzelantrieb jeder Maschine mittels Elektromotoren ersetzt. Zudem setzten sich starre, schwingungsfreie Konstruktionen durch. Die Einführung von Hartmetall- und Keramikschneidstoffen ermöglichte die rapide Steigerung der Bearbeitungsgeschwindigkeit und damit eine schnellere Produktion. Auch in diesem Saal geben Farbe, Boden und Lichtverhältnisse den historischen Raumeindruck beispielhaft wieder.

Moderne Werkzeugmaschinen

Der Aufbau der Maschinen veränderte sich ab dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts erneut. Grund war die Einführung von NC-Steuerungen und die Integration von Computern in die Maschinen. Dies wird im dritten Saal der Ausstellung dokumentiert. Die Bearbeitung findet immer häufiger in abgeschlossenen Zellen statt. Eine vollautomatisierte und zwei computerintegrierte Produktionslinien zeigen beispielhaft die Vernetzung der Produktionsabläufe, die zunehmend ohne menschliche Bedienung oder Steuerung auskommen. Industrieroboter und Förderbänder übernehmen den Transport und die Handhabung von Werkstücken. Dadurch verkürzt sich die Zeit zwischen den einzelnen Bearbeitungsschritten.

Daten

  • 710 qm Ausstellungsfläche
  • Abteilung des Deutschen Museums seit 1925, Neukonzeption 1990/91
  • Die Ausstellung befindet sich auf Ebene 0.

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