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Zentrale ORIGINS Excellence Cluster Grafik aus sieben sechseckigen Bildern: oben chemische Molekülwolke, oben links Sternhaufen, oben rechts Teilchenkollision-Detektorsignatur, links unten Mikroskopaufnahme mit Glaskugel und Messschieber, rechts unten farbige Simulation eines kosmischen Gasnebels, unten Mitte bunte Punktwolke wie Detektorsignale; Mitte Logo von ORIGINS mit TUM, LMU und Partnerlogos auf weißem Hintergrund.
  • Vortrag

Wissenschaft für jedermann

Das Supernova-Rätsel

Wie massereiche Sterne explodieren – Livestream und Vor-Ort-Veranstaltung – Massereiche Sterne kollabieren am Ende ihres Lebens zu einem Neutronenstern oder Schwarzen Loch.

In Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster ORIGINS und den Physikfakultäten der LMU und TU München

Apl. Prof. Dr. Hans-Thomas Janka

Massereiche Sterne kollabieren am Ende ihres Lebens zu einem Neutronenstern oder Schwarzen Loch. Dabei kann es zu einer gewaltigen Supernova-Explosion kommen. Was ist die Ursache für diese kaum vorstellbaren Ereignisse, die mehr Energie freisetzen als die Sonne über Milliarden Jahre erzeugen wird, und die dabei für Tage und Wochen heller strahlen als alle Sterne einer Galaxie zusammen?
Diese Frage war für die theoretische Astrophysik ein lange ungelöstes Rätsel. Der Vortrag erzählt die spannende Geschichte, wie Generationen von Physiker*innen und Astrophysiker*innen in mehr als 50 Jahren intensiver Forschung die komplexen Vorgänge in sterbenden Sternen entschlüsseln konnten. Dabei spielten stetig verbesserte Computermodelle eine zentrale Rolle. Modernste, dreidimensionale Rechnungen auf den stärksten Höchstleistungscomputern bestätigen nun eine lang gehegte Vermutung: Neutrinos, die im Zentrum des kollabierenden Sterns in riesigen Mengen entstehen, lösen die Explosion aus und liefern die gigantische Energie, mit der die Materie des sterbenden Sterns in den umgebenden Raum geschleudert wird. Nur einmal konnten zwei Dutzend solcher Neutrinos aus einer Supernova bislang nachgewiesen werden. Aber bei einem zukünftigen Sterntod in unserer Milchstraße werden Experimente tief unter der Erde und im Eis der Antarktis das Neutrinosignal in vielen Details messen und so direkte Einblicke in die Prozesse liefern, die bei der Bildung eines Neutronensterns oder Schwarzen Lochs ablaufen.

Weitere Informationen finden sie im Download.

Ablauf und Hinweise

Kontakt

    Die nächsten Vorträge:

    In einem Auditorium führt eine Person in schwarzem Mantel ein wissenschaftliches Experiment vor: sie hält eine blaue Druckflasche, aus der eine dicke weiße Dampfwolke nach oben schießt; links eine zweite Person mit erhobener Hand, rote Scheinwerferbeleuchtung, Tisch mit Laborutensilien im Vordergrund, digitale Uhr an Holzwand zeigt 12:30:21.
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