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Musikhören auf Knopfdruck? Instrumentensounds und schräge Geräusche kombinieren? Musikautomaten und elektronische Instrumente wie die in unserer Sammlung bereiteten dieser Entwicklung den Weg.

Musikautomaten und elektronische Musikinstrumente

Musikautomaten haben einen alten Menschheitstraum wahr werden lassen: Durch sie wurde es möglich, Musik unabhängig von Musikerinnen und Musikern wiederzugeben. In Serie produzierte Automaten und Tonträger brachten im 19. Jahrhundert erstmals maschinell erzeugte Musik in großer Zahl in Privathaushalte und öffentliche Räume.

Die Nutzung von Elektrizität für die Erzeugung von Tönen markierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Beginn einer neuen Ära. Erfindungen wie das Theremin und das Trautonium boten nie zuvor gehörte Klänge und erstaunten das Publikum durch neuartiges Aussehen und ungewohnte Handhabung. Mit den Synthesizern setzt sich diese Entwicklung seit den 1960er-Jahren fort. Auch Einrichtungen wie das Siemens-Studio für elektronische Musik und das Studio von Oskar Sala, die in der Ausstellung zu sehen sind, experimentierten mit modernen Möglichkeiten der Klangerzeugung.

3250Notenrollen aus der Sammlung des Deutschen Museums sind online zu recherchieren.

70Regalmeter umfasst der Nachlass von Oskar Sala, der im Archiv des Deutschen Museums aufbewahrt wird.

1 mmkurz sind die Stifte, mit denen die Musik im Zylinder der Schweizer Spieldose gespeichert ist.

Themen der Ausstellung

  • Musikautomaten
    Zu den Musikautomaten der Sammlung zählen Drehorgeln, ein Polyphon, der Vorläufer einer Jukebox, und selbstspielende Klaviere. Sie alle lassen Musik mithilfe von Programmträgern erklingen, darunter Stiftwalzen, Stiftscheiben und Lochplatten sowie Lochstreifenrollen, auf denen die Stücke gespeichert sind. Ergänzt werden die historischen Instrumente durch ein Disklavier von Yamaha.
  • Elektronische Musikinstrumente
    Die historisch junge Gruppe der Elektrophone umfasst Instrumente der 1930er-Jahre wie das älteste erhaltene Trautonium, ein Theremin, einen Neo-Bechstein-Flügel und ein Elektrochord, den spektakulären Synthesizer Moog IIIp des Musikers und Komponisten Eberhard Schoener sowie die erfolgreichen Synthesizer Mini-Moog und Yamaha DX 7. Der älteste italienische Synthesizer und das „Thowiphon“ von Peter Thomas vervollständigen das Ensemble.
  • Musikstudios
    Teile von zwei bedeutenden Musikstudios sind in der Ausstellung zu bewundern: das Siemens-Studio für elektronische Musik, in dem in den 1960er-Jahren viele bekannte Komponisten arbeiteten, und das Studio von Oskar Sala, in dem u.a. die berühmten Vogelschreie für Alfred Hitchcocks „Die Vögel“ entstanden.
„Wer ein Trautonium will, muss sich selbst eins bauen.“
Oskar Sala
Visualisierung der neuen Musikausstellung.

Kleiner Rundgang durch die Musikautomaten-Ausstellung

Heute gibt’s was auf die Ohren: Musik-Kuratorin Silke Berdux zeigt Emanuel Pavel eine Auswahl an Musikautomaten in unserer Ausstellung.

Nachbau des Kempelen’schen Sprechapparats

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„It would take you all your life to learn the variations on it.“
John Lennon über den Synthesizer Moog IIIp

Die Revolution im Spiel

Macht und Instrument

Daten

  • 260 qm Ausstellungsfläche
  • ca. 100 Exponate
  • 5 Mitmachstationen
  • Die Ausstellung befindet sich auf Ebene 2

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Team Musikinstrumente

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