
Bild: Deutsches Museum
Klassische Optik – Ans Licht gebracht
Augen auf, anfassen und ausprobieren: An rund 20 Mitmachtischen und mit zahlreichen Knopfdruckexperimenten können Sie hier die Grundlagen und Anwendungen der Lehre vom Licht entdecken und erleben.
Das erwartet Sie in der Ausstellung:
Die Optik, ein Teilbereich der Physik, ist die Lehre vom Licht. Optische Phänomene und Erscheinungen begegnen uns, sobald wir die Augen aufmachen: ganz alltägliche, wie unser Spiegelbild, dunkle Schatten oder himmlisches Abendrot; oder auch seltenere, wie ein Regenbogen oder eine Fata Morgana. Das Licht nehmen wir also mit unserem Sehvermögen wahr – dem Sinn, der uns zumeist als erster mit Informationen über unsere Umgebung versorgt. So liegt es nahe, dass die Untersuchung des Lichts und seiner Eigenschaften für den Menschen schon immer einen hohen Stellenwert hatte.
Die Ausstellung Klassische Optik präsentiert in vier Bereichen die Grundlagen und Anwendungen der Lehre vom Licht von der Antike bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Am Anfang werden ausgewählte Schauplätze der Optikgeschichte in drei Schaukästen (Dioramen) gezeigt. Danach heißt es im Mikroskopischen Theater bei regelmäßigen Vorführungen »Vorhang auf für die Welt der Winzlinge«. Hier sind Bärtierchen, Raubmilbe und Meeresplankton die Stars. Drum herum öffnet sich der große Experimentierbereich mit den Schwerpunkten geometrische Optik und Wellenoptik. Anfassen und Ausprobieren ist hier ausdrücklich erwünscht! Rund zwanzig Mitmachtische und zehn Knopfdruckexperimente laden dazu ein, optische Phänomene zu erkunden und zu begreifen.

Flussdichtenmagnetometer, Seriennummer AT604 Bild: Alex Trommler
Noch bis Ende September 2026
Fictional Technologies Eine künstlerische Intervention in der Schatzkammer optischer Instrumente der Ausstellung Klassische Optik – von Alex Trommler in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum. Finden Sie den “Eindringling” in unserer Schatzkammer und erfahren Sie mehr: Erfunden oder echt – wie lässt sich das entscheiden?
Highlights
Die Schatzkammer optischer Instrumente: Mikroskope, Spektroskope, Fernrohre, Messinstrumente und Optische Bauteile. Bild: Deutsches Museum | Reinhard Krause
Eine Schatzkammer zum Staunen und Anregen
In der Schatzkammer optischer Instrumente sind die wertvollsten Schätze unserer Optik-Sammlung zu sehen – darunter auch zwei sehr seltene, gut 300 Jahre alte Mikroskope des „Vaters der Mikrobiologie“, Antoni van Leeuwenhoek (1632 – 1723). Oder der Prismenspektralapparat von Joseph von Fraunhofer, mit dem die Fraunhoferschen Linien entdeckt wurden. Und ein optischer Gehaltmesser von Carl August Steinheil von 1842, mit dem der Alkohol- und Malzgehalt des Münchner Bieres bestimmt werden konnte.
Raffinierte Technik, kunstvolle Gestaltung und überraschende Funktionen: In der Schatzkammer wird man Ausgefallenes, Geheimnisvolles und Unbekanntes finden. Von klassischen Mikroskopen bis hin zu ungewöhnlichen Spiegeln zeigen diese Objekte die facettenreiche Vielfalt der optisch-feinmechanischen Handwerkskunst aus mehreren Jahrhunderten.
„Hinter jedem der 200 Objekte steckt eine eigenen Geschichte. 8 Leitexponate werden besonders hervorgehoben. Sie erzählen von der Entstehung und Entwicklung wissenschaftlicher Felder in der Optik.“
Bärtierchen, kaum einen Millimeter klein, sind vakuumbeständig, überleben hohe Drücke, extreme Minustemperaturen und kommen jahrelang ohne Wasser aus. Bild: Deutsches Museum
Das Mikroskopische Theater
Vorhang auf für die Welt der Winzlinge: Im Mikroskopischen Theater eröffnen sich bei regelmäßigen Vorführungen faszinierende Einblicke. Ein modernes Elektronenmikroskop fördert, neben einem konventionellen Lichtmikroskop, winzige Details kleiner Proben zutage. Die unendliche Formenvielfalt von Blütenpollen und Meeresplankton, die haarigen Beine einer Raubmilbe oder sogar lebende Bärtierchen werden dann auf den drei großen Bildschirmen oberhalb des Theaters weithin sichtbar.

Mitmachstationen laden ein, mit den eigenen Händen optische Phänomene zu erkunden. Bild: Deutsches Museum, Hubert Czech
Highlight: Optische Phänomene begreifen
Erleben, anfassen und verstehen: Spannende Mitmachstationen laden dazu ein, mit den eigenen Händen ausgewählte optische Phänomene zu erkunden: Werfen Sie farbenprächtige Schatten, erzeugen Sie Ihren eigenen Regenbogen oder finden Sie heraus, wie Fernrohr und Mikroskop funktionieren.
Auswahl der Experimentierstationen:
- Polarisation – Licht, das sich dreht
- Streuung – kleine Teilchen mit großer Wirkung
- Camera Obscura – Kopfstand! Von der Abbildung zur Fotografie
- Interferomenter – Kann man warme Luft sichtbar machen?
Zahlen und Fakten
- Lage: Ebene 1
- Ausstellungsfläche: ca. 300 qm
- Demos und Interaktiva: 30
- Dioramen: 3
- Medienstationen: 2
Wann findet das Programm statt?
Jeden Tag live. Jeden Tag neu. Für Einzelbesucher und Kleingruppen bis fünf Personen finden täglich kostenlos und ohne Anmeldung Führungen, Vorführungen, Science Shows und Mitmachprogramme in unterschiedlichen Ausstellungen statt. Das aktuelle Tagesprogramm wird jeden Tag um circa 9:20 Uhr auf der Webseite und in der Deutsches Museum App veröffentlicht.
Begleitmaterial und Publikationen
Einblicke in die Ausstellung Klassische Optik
Das Mikroskopische Theater in der Ausstellung Klassische Optik
Kurator Johannes-Geert Hagmann stellt das Mikroskopische Theater im Deutschen Museum vor. Ein Film von ZEISSMicroscopy.
Sie haben fachliche Fragen?
![Eine Person mit verwaschen verschwommenem Gesicht (absichtlich unkenntlich gemacht), schulterlangem zurückgebundenem Haar und Bart, trägt ein rosafarbenes Hemd vor einer grünen Wand mit einem bunten horizontalen Farbstreifen und Ausstellungs- oder Informationsschildern im Hintergrund.]()
M.Sc. Eckhard Wallis
Kurator (kommissarisch) und wissenschaftlicher Mitarbeiter, Ausstellungsprojekt "Licht und Materie"
Abteilung Optik und AkademiesammlungDeutsches Museum
80306 MünchenTelefon +49 892179 350
Fax +49 892179 99350
E-Mail e.wallis@deutsches-museum.de













