
Bild: Emmi Heckel
Projekt: Artist in Factory im Zukunftsmuseum
Blaupause - Forensik des Verschwindens
Die Ausstellung zeigt ein Werk des Künstlers Planetary Intimacies, das im Rahmen des Formats „Artist in Factory“ entstanden ist. Initiator des Programms ist die Firma Hüttinger, die Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht, ihre Arbeiten direkt in industriellen Werkstätten zu realisieren.
Erstmals arbeiten dabei vier Partner eng zusammen: Hüttinger, die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sowie das Deutsche Museum Nürnberg als Ausstellungsort. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Kunst, Wissenschaft und industrielle Praxis miteinander zu verbinden.
„Gerade in einem Haus, das sich mit Zukunftsfragen, Technologie und Wissenschaft beschäftigt, kann Kunst neue Perspektiven eröffnen. Sie schafft emotionale Zugänge und bringt Menschen miteinander ins Gespräch“, erklärte Marion Grether, Leiterin des Zukunftsmuseums.
Im Mittelpunkt der Installation steht das Zusammenspiel von Licht, Eis und fotografischen Prozessen. Ein Lichtstrahl durchdringt einen Eisblock, wird gebrochen und erzeugt auf lichtempfindlichen Oberflächen mittels Cyanotypie Bildspuren in unterschiedlichen Blautönen. Inhaltlich setzt sich die Arbeit mit Gletschern und deren Veränderung im Kontext des Klimawandels auseinander.
Der Künstler entwickelte das Projekt auf Basis eigener Aufenthalte an Gletschern in Island und Südamerika. Dort begann er, mit Eis, Wasser, Licht und digitalen Verfahren zu experimentieren. Aus 3D-Scans realer Eisstücke entstanden schließlich Formen, die als Grundlage für die heutigen Arbeiten dienten. Ergänzt wird die Installation durch eine Klangarbeit, die auf Originalaufnahmen brechenden Gletschereises basiert.
Die Ausstellung „Artist in Factory“ ist bis einschließlich 5. Juli 2026 im Forum des Deutschen Museums Nürnberg – Das Zukunftsmuseum zu sehen.