
Bild: Emmi Heckel
Kunst, Wissenschaft und Industrie im Dialog
Artist in Factory
21. Mai – 8. November 2026
Mit „Artist in Factory“ zeigt das Deutsche Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum ein Projekt, das Kunst nicht im Atelier, sondern im industriellen Umfeld entstehen lässt. Initiiert von der Firma Hüttinger arbeiten Künstlerinnen und Künstler direkt in Werkstätten, unterstützt durch technische Expertise und Produktionsmöglichkeiten vor Ort.
Für die aktuelle Ausgabe kooperieren erstmals vier Partner: Hüttinger, die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sowie das Deutsche Museum Nürnberg. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, künstlerische, wissenschaftliche und technologische Perspektiven miteinander zu verbinden.
Das im Zukunftsmuseum präsentierte Werk stammt von Planetary Intimacies. Der Künstler beschäftigt sich mit Licht als physikalischem Phänomen und gestalterischem Medium. Im Zentrum steht ein Versuchsaufbau, bei dem Licht durch einen Eisblock fällt, gebrochen wird und auf lichtempfindliche Materialien trifft. Dort entstehen mittels Cyanotypie – einem historischen fotografischen Verfahren – Bildspuren in charakteristischen Blautönen.
Inhaltlich greift die Arbeit Motive aus der Natur auf, insbesondere Gletscher und deren Veränderung im Zuge des Klimawandels. Das Werk verbindet damit naturwissenschaftliche Phänomene mit einer künstlerischen Auseinandersetzung und macht Prozesse sichtbar, die sonst nur schwer wahrnehmbar sind.
Die Präsentation im Zukunftsmuseum überführt das „Artist in Factory“-Programm erstmals in einen musealen Kontext. Sie steht zugleich im Zusammenhang mit der Ausstellung „Ways of Light“, die sich mit der Bedeutung optischer Technologien beschäftigt.
Laufzeit: 21. Mai bis 5. Juli 2026
Ort: Forum, Deutsches Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum