
Bild: Claudia Luxbacher
Pressemitteilung Jahresauftakt 2026
Das Zukunftsmuseum startet in ein „Licht-Jahr“
126.016 Museumsbesuchende! Das Deutsches Museum Nürnberg blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 und präsentierte zum Jahresauftakt die programmatischen Schwerpunkte für 2026. Es wird ein „Licht-Jahr“, so Museumsleiterin Marion Grether bei der Jahrespressekonferenz am 23. Februar im Zukunftsmuseum. Licht ist das zentrale Thema im kommenden Jahr. Von 27. März bis 8. November zeigt das Museum die Sonderausstellung „Ways of Light – Licht und Schatten optischer Technologien“, ein Kooperationsprojekt mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU).
Das Deutsches Museum Nürnberg feiert im Jahr 2026 sein fünfjähriges Bestehen (17. September 2026). – Ein Meilenstein in einer Phase kontinuierlichen Wachstums und inhaltlicher Profilierung.
Marion Grether betont die strategische Ausrichtung des Hauses: „Als Zukunftsmuseum stellen wir nicht nur Technologien vor, sondern stellen sie zur Diskussion. Wir fragen nach ihren Chancen, ihren Grenzen und ihren ethischen Implikationen. Technik ist nie neutral. Sie verändert Gesellschaft, Arbeitswelt und Alltag. Unser Anspruch ist es, einen Raum zu öffnen, in dem Menschen diese Entwicklungen verstehen, hinterfragen und mitgestalten können.“
Ausblick auf Sonderausstellungen in 2026
Für 2026 sind drei Sonderausstellungen geplant: „Ways of Light – Licht und Schatten optischer Technologien“ (27. März bis 8. November 2026), „Schmerz – Comic meets Rheuma“ (31. Juli – 4. Oktober 2026) sowie „FAIL – Scheitern in Wissenschaft und Technik“ (27. November 2026 – 14. Februar 2027), eine Kooperation mit dem FAU Kompetenzzentrum für interdisziplinäre Wissenschaftsreflexion (ZIWIS).
„Ways of Light“ ist das erste Sonderausstellungsprojekt, das die beiden Institutionen Deutsches Museum Nürnberg (DMN) und Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gemeinsam realisieren. Es wurde an der Graduiertenschule der FAU, Erlangen Graduate School in Advanced Optical Technologies (FAU SAOT) entwickelt.
„Ways of Light“ lädt dazu ein, Licht als Schlüsseltechnologie unserer Zukunft zu entdecken: Wie retten Laser Leben, wie machen Sensoren Unsichtbares sichtbar und wie verändern neue Bildgebungs- und Kommunikationstechnologien unseren Alltag? Interaktive Stationen und Zukunftsszenarien eröffnen spannende Einblicke – zwischen Innovation, gesellschaftlicher Verantwortung und dem Potenzial von morgen.
Bereits seit 2020 besteht eine Kooperation mit der FAU bei der Gesprächsreihe „überMorgen – der Zukunftsplausch“. Sie überführt aktuelle Forschungsfragen in einen öffentlichen Dialog und wird gemeinsam mit dem FAU ZIWIS organisiert.
Programm 2026
Das Museum präsentiert sich in seinem Jubiläumsjahr 2026 als leuchtender Treffpunkt für Wissenschaft, Kunst und Zukunftsfragen, als Attraktion für die Nürnberger Stadtgesellschaft und weit darüber hinaus. Geplant ist ein facettenreichen Programm.
Zu den Höhepunkten zählt der Aktionstag „LICHT“ zur Sommersonnenwende am 20. und 21. Juni 2026 mit langer Museumsnacht, Shows, Performances, Forschungseinblicken und Mitmach-Experimenten. Am 18. und 19. Oktober 2026 folgt das Symposium „O-Posium“ zur Wissenschaftskommunikation, das sich der Vermittlung optischer Technologien widmet.
Mit dem interaktiven Escape-Game-Workshop „Mission Licht“ lädt das Museum dazu ein, mit Prismen, Sensoren und Programmcode ein imaginäres Lichtlabor zu retten. Der Laborkurs „Photostudien – Ein Experimentierprogramm zu Licht und Optik“ vermittelt grundlegende optische Phänomene anhand anschaulicher Experimente und alltagsnaher Anwendungen.
Die Denktour „Licht und Schatten“ nimmt die Sonderausstellung zum Ausgangspunkt und führt durch die Dauerausstellung. Sie zeigt, wie optische Technologien verschiedenste Lebensbereiche prägen und welche Zukunftsszenarien sich daraus ergeben.
Weitere Akzente setzen die „Nachtgedanken – die Taschenlampentour“ am 13. November und 11. Dezember 2026, ein atmosphärisches Abendformat, das neue Perspektiven auf die Ausstellung eröffnet.
Im Kunst- und Forschungsbereich ist vom 21. Mai bis 6. Juli 2026 das Stipendienformat „Artist in Factory“, ausgelobt von Hüttinger Interactive Exhibitions, zu erleben. In diesem Rahmen wird die Installation „Strahlungsreif – Forensik des Verschwindens“ des Künstlers Planetary Intimacies präsentiert, die den Rückzug der Gletscher in eine Versuchsanordnung aus Licht, Klang und schmelzender Materie übersetzt.
Ein weiteres Forschungsprojekt ist das experimentelle Konzertprogramm „Schimmern“ von Fiona Zimmermann, das am 23. und 24. Juli 2026 zur Aufführung kommt. Während des Konzerts (Werke von Komponistinnen aus Barock bis Gegenwart) werden Daten erhoben. Im Zentrum steht die Frage, wie Musik kollektiv wahrgenommen wird und ob sich beim gemeinsamen Hören Momente synchroner Erfahrung zeigen lassen.
Neu bespielt wird ab Ende Juli das Kinetische Lichtobjekt im Museumsfoyer mit der Arbeit „City Codes: Imaging Urban Futures through AI and Motion“ (31. Juli 2026 bis 29. Juni 2027). Das Künstlerteam Alex Ciocea, Elizabeth Thallauer, Karla Köhler verwandelt die großformatige, bewegliche Installation in ein dynamisches Zukunftspanorama. Parallel entstehen 3D-Objekte, realisiert mit Hannes Rieger
Ebenfalls ab Ende Juli (und bis 13. September 2026) wird Droning, ein räumlich konzipiertes, interaktives Kunstwerk von Marta Revuelta, die Museumsgäste in seinen Bann ziehen. Droning interfragt die Logik autonomer Waffensysteme. Im Zentrum der KI-gesteuerten Installation steht ein eigens gebautes Luftschiff. Die Besuchenden werden in Echtzeit beobachtet, Bewegungen und Körperhaltungen als potenzielle Bedrohungen gedeutet und daraus algorithmische Entscheidungen abgeleitet, die Leben oder Tod bedeuten können.
Ergänzt wird das Programm des Museums durch zielgruppenorientierte Einzelangebote, Themen- und Aktionstage, darunter der Science Slam am 30. April 2026, der Internationale Museumstag am 17. Mai 2026, der Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ am 21. Mai 2026, das Jubiläum „5 Jahre Deutsches Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum“ am 17. September 2026 sowie Aktionen zum Weltseniorentag am 1. Oktober 2026.
Rückblick auf 2026. Zahlen und Formate
Das Deutsches Museum Nürnberg konnte seit seiner Eröffnung im Jahr 2021 die Besuchszahl kontinuierlich steigern. Mit über 126.000 Museumsgästen zählte das Haus in 2025 sein erfolgreichstes Jahr im Hinblick auf den Publikumszuspruch. „Seit der Eröffnung durften wir bereits mehr als eine halbe Million Menschen begrüßen. Das erfüllt uns mit Stolz und Dankbarkeit – und zugleich mit dem klaren Auftrag, unseren Weg als Technik-Ethik-Museum auch in Zukunft verantwortungsvoll und engagiert weiterzugehen,“ so Museumsleiterin Marion Grether. Bis einschließlich Mitte Februar 2026 waren es rund 543.000 registrierte Museumsbesuche.
Inhaltlich spiegelte sich im Jahr 2025 die Vielfalt des Hauses in den Sonderausstellungen wider. „Essen neu denken. NewFoodSystems“ widmete sich von Juli 2025 bis 1. März 2026 Fragen nachhaltiger Lebensmittelproduktion und sich wandelndem Essverhaltens. Ab März 2026 geht diese Ausstellung als Wanderausstellung auf Tour; erste Station ist das NAWAREUM in Straubing. Die Ausstellung „BrainGymAI“ thematisierte Demenzprävention und Gehirnforschung. „BIOTEXFUTURE“ rückte nachhaltige textile Wertschöpfungsketten in den Fokus. Die vom Deutschen Museum Nürnberg entwickelte Wanderausstellung „Futur II – Mobilität 2050 in der Metropolregion Nürnberg“ tourte durch Nordbayern und erreichte in ihrer Gesamtlaufzeit insgesamt über 37.000 Besucherinnen und Besucher.
Künstlerische Interventionen und immersive Formate mit Schwerpunkt Robotik und KI prägten das Programm 2025. Projekte wie die „Eigensinnige Kaffeemaschine“ des Künstlers Jan Zuiderfeld, die Installation „FLOCK OF“, die DenkShow „Interspecies Families“ sowie die VR-Krimi-Komödie „Smart aber herzlich“ in Kooperation mit dem Staatstheater Nürnberg verbanden Wissenschaft, Kunst und digitale Technologien. Mit „Zukunftsmuseum EXTENDED“ wurden XR-Programme als feste Größe am Haus etabliert.
Auch in der Dauerausstellung vertiefte das Museum seinen Schwerpunkt Robotik und KI. Als neue Dauerleihgabe wird Cassandra, ein humanoider Roboter aus der gleichnamigen Netflix-Serie, gezeigt.
Neuankäufe – Ausblick
Neuankäufe stärken diesen Schwerpunkt des Hauses. Mit vier PI Plus Exoskeletten und zwei „Unitree R1 EDU U1“ Robotern (ab April 2026 verfügbar) erweitert das Zukunftsmuseum Nürnberg sein Portfolio um tragbare Assistenzsysteme und humanoide Robotik. Besucherinnen
und Besucher begegnen im Museum nicht nur ausgestellter Technik, sondern Zukunft in Bewegung. „Unitree R1 EDU U1“ ist der erste laufende humanoide Roboter, der im Deutschen Museum Nürnberg im Einsatz gezeigt wird. – Er bringt erweiterte Dynamik in die Ausstellung.
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Deutsches Museum Nürnberg – Das Zukunftsmuseum
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