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Prüfaufbau in einem Labor: ein geklemmtes Stahlprofil in V‑förmiger Halterung, auf das eine bunte Dehnungskarte (Farbspektrum von blau bis rot) projiziert ist; links Metallrahmen und Zylinder, rechts ein großes Prüfpressengehäuse mit Skala „Dehnung [µm/m]“.
  • Vortrag

Wissenschaft für jedermann

Leichter, fester, heißer

Leichter, fester, heißer – Engineering mit Neutronen, Livestream und Vor-Ort-Veranstaltung, Neue Materialien müssen heute immer höheren Ansprüchen genügen. 

In Zusammenarbeit mit dem Heinz Maier-Leibnitz Zentrum

Dr. Michael Hofmann
Technische Universität München

Neue Materialien müssen heute immer höheren Ansprüchen genügen. Auf der einen Seite sollen sie immer leichter werden, auf der anderen Seite müssen sie aber auch in Bauteilen wie einem Motorblock, einer Eisenbahnschiene oder einer Gasturbine großen Belastungen oder hohen Temperaturen standhalten können. Bei der Herstellung der Bauteile, etwa durch Gießen, Umformen, Fügen oder Härten, wird die Mikrostruktur der Materialien verändert, was meistens auch innere Spannungen erzeugt. Das alles muss ein Ingenieur wissen, um seine Komponenten sicher auszulegen und ihre Lebensdauer zu berechnen.

Hier kommen die Neutronen aus der Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II) der Technischen Universität München ins Spiel. Mit ihrer Hilfe können die komplexen Änderungen der Mikrostruktur beim Gießen von leichten Aluminiumlegierungen, bei der Herstellung von hochfesten Eisenwerkstoffen oder hitzebeständigen Legierungen für effizientere Gasturbinen verfolgt werden. Da Neutronen eine große Durchdringungskraft haben kann man auch in realen Werkstücken wie einer Eisenbahnschiene die bei der Produktion entstandenen inneren Spannungen entdecken. Dies geschieht völlig zerstörungsfrei. So hat das Team um Michael Hofmann diese Messmethoden auch verwendet, um wertvolle Unikate wie Gold- und Eisenfunde aus der Zeit der Kelten (ca. 1000 v. Chr.) auf ihre Herstellungsart zu untersuchen. 

Weitere Informationen finden sie im Download.

Ablauf und Hinweise

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    Die nächsten Vorträge:

    Zentrales ORIGINS Excellence Cluster Logo umgeben von sieben sechseckigen Grafiken: oben links ein Sternenfeld, oben Mitte Molekülstruktur vor Weltraumkulisse, oben rechts Teilchendetektor-Eventdarstellung, mittig links schematische Beta-Zerfallsillustration mit Atomkernen, mittig rechts zyklischer biochemischer Kreislauf mit Molekülen, unten Mitte 3D-Darstellung farbiger Datenpunkte/Blobs, unten links (auf weißem Hintergrund) alle Hex-Elemente kreisförmig angeordnet.
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