Zwei-Tonnen-Fernrohr hebt ab
Historisches Spiegelteleskop wird per Kran aus der Oststernwarte des Deutschen Museums gehoben.

Bild: Marco Sproviero
Blick durchs Teleskop
Die Kuppeln der Sternwarten auf der Museumsinsel sind von Weitem deutlich zu sehen. Derzeit sind sie wegen der Modernisierung geschlossen und werden ab 2028 wieder regelmäßig geöffnet.
Bild: Deutsches Museum
Der Zeiss-Refraktor in der Westkuppel wurde von der Firma Carl Zeiss in den Jahren 1924/25 für das Deutsche Museum konzipiert und gefertigt. 1925 wurde er in die Sternwarte eingebaut. Das Linsenfernrohr wiegt 8,5t hat eine Öffnung von 300 mm und eine Brennweite von 4960mm. Das Teleskop wurde 2008 generalüberholt, damals wurde auch die Kuppel saniert.
Der restaurierte Goerz Reflektor, ein 40 cm-Spiegelteleskop, in der Oststernwarte des Deutschen Museums. Bild: Deutsches Museum
Das Teleskop der Firma Goerz in Berlin (Baujahr 1913) wurde ursprünglich konzipiert für eine Expedition der Sternwarte der Königlich Technischen Hochschule Berlin und der Firma Goerz, Berlin/Friedenau zur Beobachtung der Totalen Sonnenfinsternis am 21. August 1914 nach Sandnessjöen auf Alsten (Norwegen). Wegen Ausbruch des Ersten Weltkriegs wurde die Expedition abgebrochen. Seit Eröffnung des Deutschen Museums auf der Museuminsel im Jahr 1925 ist das Goerz Teleskop das Hauptintstrument in der Ost-Sternwarte des Deutschen Museums.
Derzeit wird das Goerz Teleskop bei Zeiss in Jena restauriert. Die Kuppel ist wegen der Modernisierung bis 2028 nicht zugänglich.
Die Sternwarte des Deutschen Museums besitzt zwei Beobachtungskuppeln. Schon der Blick auf München und die Architektur und Mechanik der Kuppeln lohnen einen Besuch.
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