Immer heißere Sommer, schneelose Winter, bedrohliche Unwetter: Die Klimakrise fordert uns körperlich und seelisch. Das haben uns die vergangenen Monate mit den extremen Temperaturen und ausgedehnten Waldbränden ganz besonders gezeigt. Dabei sind Hitze und Naturzerstörung allerdings nur die augenscheinlichsten Merkmale der Klimakrise, deren Auswirkungen auf den Menschen sind noch erheblich umfassender.
So kommt es infolge der Erderwärmung zu einer Zunahme an Allergien, auch breiten sich Krankheitserreger aus. So muss man sich inzwischen fast deutschlandweit mit von Zecken übertragenen Erkrankungen auseinandersetzen, beim Baden in Nord- oder Ostsee trifft man auf Vibrionen, die man bisher nur von der Cholera in Afrika und Asien kannte. Und waren Mücken früher vornehmlich lästig, muss man sich inzwischen auf das West-Nil-Fieber oder Dengue gefasst machen. Selbst das Artensterben und die sinkende Biodiversität haben einen negativen Einfluss auf die körperliche wie psychische Gesundheit des Menschen. Zu Recht machen sich viele Menschen daher Sorgen über die Zukunft in einer sich derart verändernden Welt, die nicht selten in Klimaangst oder Depressionen münden.
Was dagegen hilft? Klimaresilienz aufzubauen. In ihrem Vortrag zeigt die renommierte Wissenschaftsjournalistin und Bestsellerautorin Christina Berndt, was jeder Einzelne gegen den Klimawandel und seine Folgen tun kann und wie man körperliche und seelische Widerstandskraft entwickelt. Auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse gibt sie den Zuhörenden eine Fülle an leicht umzusetzenden Strategien an die Hand, wie man sich gegen die körperlichen wie psychischen Folgen der Erderwärmung wappnen kann.
Dieser Vortrag ist Teil des Begleitprogramms der Sonderausstellung “Planetary Health - Am Puls von Mensch von Planet”, die noch bis zum 30.09. auf der Museumsinsel zu sehen ist.

Bild: Gerald von Foris
Über die Referentin
Dr. Christina Berndt ist Leitende Redakteurin im Ressort Wissen der Süddeutschen Zeitung. Sie schreibt seit mehr als 25 Jahren über Themen aus Medizin, Psychologie und Lebenswissenschaften. Einer breiten Öffentlichkeit wurde sie durch ihre Auftritte in zahlreichen Fernsehtalkshows vor allem während der Corona-Pandemie bekannt. Sie studierte Biochemie an den Universitäten in Hannover und Witten/Herdecke und forschte am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Für ihre Doktorarbeit erhielt sie den Promotionspreis der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Auch ihre journalistischen Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt sie den Ehrenpreis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie für nachhaltig gute Berichterstattung zur psychischen Gesundheit. Mehrmals wurde sie unter die „Wissenschaftsjournalisten des Jahres“ gewählt, 2021 auf Platz 1.
Ablauf und Hinweise
Mehr zum Vortrag
Wissenschaft für jedermann, Vortrag von Dr. Christina Berndt, 30. September 2026
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