Zum bundesweiten Tag der Archive beteiligt sich das Archiv des Deutschen Museums mit einer Ausstellung und ist damit zu Gast in der Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität.
Unter dem Titel „Forschen und Leben in Zeiten des Umbruchs“ werden erstmals zentrale Dokumente aus dem Nachlass der Physikerin Charlotte Houtermans (1899–1993) gezeigt. Bewegende Briefe erzählen von Emigration, Verfolgung und ihrem jahrzehntelangen Einsatz für die Freilassung ihres Mannes. Auch Schreiben prominenter Unterstützer wie Robert Oppenheimer oder Eleanor Roosevelt sind zu sehen.
Ein zweiter Ausstellungsteil widmet sich dem Chemiker August Kekulé (1829–1896), dem Entdecker der Benzol-Ringstruktur. Gezeigt werden eindrucksvolle Briefe, Fotografien und historische Dokumente aus beiden Nachlässen – ein lebendiger Einblick in Wissenschaftsgeschichte zwischen „alter“ und „neuer Heimat“.

Oranges Telefon mit Wählscheibe, Requisite der Kabarettistin Gaby Lodermeier Monatzenzia Literaturarchiv, Vorlass Gaby Lodermeier. Bild: Monacensia Literaturarchiv, Vorlass Gaby Lodermeier
Was? Archiv?
Alle zwei Jahre gibt es den Tag der Archive – den Aktionstag, an dem Archive in Deutschland die Öffentlichkeit auf die Bedeutung ihrer Arbeit aufmerksam machen. Unter dem Motto „Alte Heimat – Neue Heimat“ des VdA - Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. beteiligen sich zahlreiche Archive mit Ausstellungen, Führungen und Workshops. Allein in München beteiligen sich 25 Archive. Unter dem Titel “Was? Archiv?” geben sie einen Einblick in ihre spannenden Bestände.

Programmflyer 7. März 2026 Bild: Tag der Archive
Das Programm
“Was? Archiv? – Tag der Archive 7. März 2026 - Ausstellungen, Führungen und Präsentationen von 10 bis 17 Uhr”
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Bild: Deutsches Museum, Hubert Czech