Nachfolger
Hinter der zum Helden überhöhten Figur Fraunhofer verblassten die Namen anderer Mitarbeiter im optischen Institut. Doch auch nach Fraunhofers Tod konnte der Instrumentenbau im optischen Institut erfolgreich weitergeführt werden.
Auch als das Optische Institut unter G. & S. Merz firmierte, blieb der Name Fraunhofer zunächst erhalten, wie hier in der Signatur eines Fernrohrs (Inv.Nr. 33934). Bild: Deutsches Museum | Dirk Dahmer
Dies zeigen die beiden Mikroskope mit den Signaturen G. Merz und Söhne, bzw. G. & S. Merz. Georg Merz (1793-1867) hatte kurz nach Fraunhofer in der Glashütte des optischen Instituts in Benediktbeuern zu arbeiten begonnen. Er stieg dort schnell in eine führende Position auf, und übernahm nach Fraunhofers Tod 1826 die Leitung des inzwischen nach München gezogenen Betriebs. 1839 kaufte er gemeinsam mit seinem Stellvertreter Josef Mahler das Institut und führte es ab 1845 gemeinsam mit seinen Söhnen. Sigmund Merz sollte es schließlich 1867 nach dem Tod des Vaters erben. Erst 1932, über 100 Jahre nach Fraunhofers Tod endete die Tradition des Instrumentenbaus am optischen Institut mit der Insolvenz der Firma Merz.


