Glas
Flintglasprisma von Fraunhofer, Inv.Nr. 579. Bild: Deutsches Museum
Dieses Prisma Inv.Nr. 579 besteht aus Flintglas, einem Glas mit Bleizusatz. Deshalb zeigt Flintglas eine besonders starke Farbzerstreuung.
Fraunhofer war seit 1811 für die Glasherstellung im „Optischen Institut von Utzschneider, Reichenbach und Fraunhofer“ in Benediktbeuern verantwortlich. Die Herausforderung bestand in der Herstellung von möglichst homogenem Glas ohne Blasen oder störende Einschlüsse.
Besondere Aufmerksamkeit galt der Beseitigung von Farbfehlern: Weil Glas die unterschiedlichen Farben unterschiedlich stark ablenkt, waren beim Blick durch Linsen störende Farbsäume zu sehen. Diese sogenannte chromatische Aberration konnte durch die geschickte Kombination von zwei Glassorten umgangen werden: Flintglas mit einer starken Farbzerstreuung und Kronglas mit geringerer Farbzerstreuung.




