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Vom Pferd zur Pferdestärke

Die Straßeninszenierung

In Halle I wird eine Straßeninszenierung präsentiert, die von der Gegenwart in die Zeit um 1900 zurückführt. Gezeigt werden die verschiedenen öffentlichen Verkehrsmittel wie Straßenbahnen und Busse, außerdem viele Fahrzeuge, die den individuellen Massenverkehr auf die Straßen brachten – vom Fahrrad bis zu den millionenfach gebauten Klein- und Mittelklassefahrzeugen der Nachkriegsjahrzehnte.

Die Randbereiche der Ausstellung sind durch Themeninseln gegliedert, die besondere Aspekte der historischen und aktuellen Verkehrsentwicklung vertiefen, wie Verkehr und Umwelt oder den öffentlichen Personennahverkehr.

Die Themeninseln

Zukunft der Mobilität

Welcher Mobilitätstyp sind Sie? Wie sich zukünftige Mobilität gestaltet, hängt von unserem Mobilitätsverhalten ab, aber auch von der Technik, die wir nutzen. Die Themeninsel zeigt, welche Umweltprobleme der Verkehrssektor aufwirft und was zur Lösung der Probleme beitragen kann.

Stadt- und Verkehrsplanung

Wie gut der Verkehr läuft und wer auf unseren Straßen Platz findet, hängt maßgeblich vom Aufbau unserer Städte und von der Verkehrsplanung ab. Je größer und älter die Städte, desto schwieriger ist es, Infrastrukturen und Verkehrsanbindungen neu zu denken. Die Themeninsel zeigt unter anderem Beispiele aus der Stadt München.

Öffentlicher Personennahverkehr

Hier gibt es einen Überblick über die Geschichte der öffentlichen Nahverkehrssysteme in Folge von industrieller Revolution und Urbanisierung. Ihr Aufstieg ab 1880 gilt als größte Verkehrsrevolution in der Stadtgeschichte der Neuzeit.

Verkehrs-ABC

Der Ausstellungsbereich erinnert mit Demonstrationen, Schildern und einem Fahrsimulator an die Geschichte der Fahrschul- und Verkehrserziehung und macht deutlich, dass mit zunehmendem Verkehr und steigender Geschwindigkeit auch der Bedarf an Verkehrsregelung größer wurde. Im „Schilderwald“ lässt sich die historische Entwicklung der Verkehrszeichen nachvollziehen.

Sicherheit und Rettung

Anhand von Original-Crashtestfahrzeugen ist hier zu sehen, was aktive und passive Sicherheit am Auto – wie eine steife Fahrgastzelle, Knautschzonen und Sicherheitsgurte – zur Vermeidung von Unfällen und Minderung von Unfallfolgen beitragen kann.
Wie Sie sich bei einem Unfall verhalten, damit Rettungsabläufe funktionieren, erfahren Sie an der interaktiven Medienstation „Leben retten“.

Besondere Objekte

Prototyp der Berliner S-Bahn

Der Viertelzug aus dem Jahr 1927 ist der letzte erhalten gebliebene Teil eines Prototypzuges der Bauart „Stadtbahn“. Er steht für ein typisches Massenverkehrsmittel.

Triebwagen von 1927

Trambahnwagen aus Nürnberg

Von MAN und Siemens gebaut, gehörte dieser Triebwagen zu einer Serie von 100 Fahrzeugen, die zwischen 1925 und 1929 in Nürnberg in Betrieb genommen wurden.

"Zwei-Richtungs-Wagen"

Prototyp der Münchner U-Bahn

Der U-Bahnwagen in Leichtbauweise absolvierte in 28 Betriebsjahren eine Laufleistung von 1,31 Millionen Kilometern.

Triebwagen von 1967
Foto der Lokomotive "Landwührden" in Halle I des Verkehrszentrums

Landwührden

1867 von der Münchener Firma Krauss & Companie für die Großherzoglich Oldenburgische Staatsbahn gebaut, zählt diese Lokomotive zu den ältesten, die noch erhalten sind.

Personenzuglokomotive
Buessing-LKW von 1963 mit blau-cremefarbener Lackierung

Büssing-LKW

Mit verschiedenen Aufbauten diente der Frontlenker-LKW mit Unterflurmotor als innovatives Nutzfahrzeug im Transportwesen.

Umzugswagen von 1963
Messerschmitt Kabinenroller mit hellgrüner Lackierung

Messerschmitt-Kabinenroller

Der aerodynamische Kabinenroller auf drei Rädern der Regensburger Stahl- und Metallbau GmbH trug zur Massenmotorisierung im Nachkriegs-Deutschland bei.

Rollermobil von 1953
Krupp-Strassenkehrmaschine mit Wasserkessel und grau-gruener Lackierung

Motorisierte Kehrmaschine

Die automobile Kehrmaschine der Essener Friedrich Krupp AG löste 1924 von Pferden gezogene Kehrfahrzeuge ab und rationalisierte die kommunale Straßenreinigung.

Straßenkehrmaschine
Kutschenähnlicher Daimler-Riemenwagen von 1895

Daimler-Riemenwagen

Mit kutschenähnlichem Erscheinungsbild, Riemengetriebe und Drehschemellenkung stammt das von Wilhelm Maybach konstruierte Fahrzeug aus der Frühzeit des Automobilismus.

Automobilpionier von 1895
Weißer BMW 502

BMW 502 Barockengel

Dieser PKW mit 8-Zylinder-Motor diente dem Münchner Oberbürgermeister von 1965 bis 1970 als Dienstwagen.

Repräsentationsfahrzeug
Großlimousine Adler Standard 6 S

Adler Standard 6S

Das nach amerikanischem Vorbild konstruierte Fahrzeug war ein Erfolgsmodell der Frankfurter Adlerwerke.

Großlimousine von 1928
Sportmotorrad NSU 201 OSL

NSU 201 OSL

Die Bezeichnung OSL dieser Modellreihe der Neckarsulmer NSU-Werke AG steht für „Obengesteuert-Sport-Luxus“.

Sportmotorrad von 1935
Selbstfahrendes Auto der Firma Waymo

Waymo Firefly

Mit einigen Millionen Straßenkilometern, absolviert zwischen 2015 und 2017, ist der von Google entwickelte Testwagen für autonomes Fahren einer der ersten seiner Art.

Autonomes Fahrzeug

Online durch die Ausstellung

Vom Pferd zur Pferdestärke - Die Anfänge des motorisierten Stadtverkehrs um 1900

Der Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert leitete eine Mobilitätswende ein. Dabei waren viele Automobile in dieser Anfangsphase der Motorisierung elektrisch betrieben. Und eine mobile Tankstelle für Benziner, wie der Dapolin-Tankwagen im Verkehrszentrum, bedurfte noch zweier Zugpferde. Der Daimler Riemenwagen von 1895 oder der Baker Electric Roadster “Victoria”von 1908 stehen beispielhaft für den beginnenden Individualverkehr. Das öffentliche Massenverkehrsmittel 'Straßenbahn' ist seit damals aus dem großstädtischen Verkehr nicht mehr wegzudenken.