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Grafik einer sicheren ADFC-Kreuzung.Bild: ADFC
  • Sonderprogramm /Aktionstag
Letzter Termin am 10. September 2021

Die sichere ADFC-Kreuzung

Projekt des ADFC Bayern und ADFC München

  • Erwachsene, Familie und Kinder, Jugendliche / junge Erwachsene
  • , bis

Im Rahmen des 1. Münchner Mobilitätskongresses zur IAA zeigt der ADFC vom 6.9. bis 10.9.2021 auf dem Platz vor dem Deutschen Museum Verkehrszentrum am Bavariapark, wie sicheres Kreuzungsdesign aussehen kann.

Die meisten und zugleich schwersten Unfälle von Radfahrenden passieren in Kreuzungs- und Querungsbereichen mit Kraftfahrzeugen. Fahrrad-Infrastruktur muss dem Rechnung tragen. Mit der Annahme des Radentscheids im Jahr 2019 wurde ein sicheres und komfortables Radwegenetz für ganz München beschlossen, damit zukünftig mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen.

Die Steigerung des Sicherheitsempfindens ist ein elementarer Bestandteil der Förderung und Steigerung des Radverkehrs, viele Menschen fahren nicht Rad, weil die Infrastruktur nicht selbsterklärend, durchgängig und fehlerverzeihend ist und Radfahren folglich nicht angenehm oder sogar als gefährlich wahrgenommen wird.

Bei der Planung an funktionierenden Beispielen orientieren

Einen deutschen Standard für die ideale Gestaltung von sicheren Kreuzungen gibt es bislang nicht. Hier besteht Nachholbedarf. Eine Debatte ist dringend notwendig. Der ADFC wird deshalb zum Münchner Mobilitätskongress, der während der IAA Mobility stattfindet, eine „sichere ADFC-Kreuzung“ vorstellen. Weil die geplante temporäre Umgestaltung einer echten Kreuzung leider nicht genehmigt wurde und der sehr enge Genehmigungsrahmen auch ein 1:1-Modell nicht ermöglicht, wird der ADFC vom 6. bis 10. September Pläne für den verkehrssicheren Umbau einer typischen Münchner Kreuzung vor dem Verkehrszentrum präsentieren. Verkehrsplanungs-Expert*innen, u.a. auch aus den Niederlanden, werden bei mehreren Workshops für Fragen zur Verfügung stehen.

Bei der beschlossenen Umsetzung des Münchner Radentscheids und der Vision Zero müsste die Stadt München das Rad nicht neu erfinden, sondern könnte auch auf Erfahrungen aus den fahrradfreundlichen Nachbarländern Dänemark und Niederlande zurückgreifen. Dort sind „protected intersections“ (geschützte Kreuzung) mittlerweile erprobter Standard.  Verkehrsinseln (sog. Linsen) reduzieren die Abbiegegeschwindigkeit und stellen somit bessere Sichtbeziehungen zwischen Auto- und Radfahrenden her. Abbiegen stellt zudem eine deutlich geringere Gefahr dar, wenn Ampeln getrennt geschaltet sind.

Andere Städte in Deutschland, wie zum Beispiel Aachen, gehen bereits mit gutem Beispiel und forschen selbst, um sichere Kreuzungen zu realisieren. In Darmstadt läuft ein Forschungsprojekt zu sicheren Kreuzungen nach niederländischem Vorbild, gefördert durch das BMVI.

Wir freuen uns, wenn Sie vorbeischauen!

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