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Das Flugzeug fand Verwendung in der Forschung zu meteorologischen Phänomenen und bei zahlreichen Flugversuchen.

Die Dornier Do 128-6 ist eine mit Turboprop-Triebwerken ausgestattete Variante der Do 28D. Deren Kolbentriebwerke waren laut und benötigten das Flugbenzin AvGas, welches etwa in Entwicklungsländern schwer zu beschaffen ist. Mit dem Einbau von zwei Turbinen des Typs Pratt & Whitney PT6 wurde das Flugzeug leiser und konnte mit besser verfügbarem Kerosin betrieben werden.

Bei dem ausgestellten Flugzeug handelt es sich um den Prototyp des Flugzeugs. Mit Turbinen flog es erstmals 1980 und wurde zunächst dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) zur Verfügung gestellt. Im Winter 1983/84 kam das Flugzeug in der Antarktis als POLAR 1 zum Einsatz. 1986 ersetzte die TU Braunschweig ihre Do 28D durch die Do 128-6 des AWI und nutzte sie als Testflugzeug und „fliegendes Klassenzimmer“ bis Ende 2021.

Bis zu 500 kg Messtechnik konnte die „D-IBUF“ befördern. Außen zeugte besonders der Nasenmast vom Forschungseinsatz. Weitere Außenlasten wurden je nach Bedarf angebaut. Das Flugzeug fand Verwendung in der Forschung zu meteorologischen Phänomenen und bei zahlreichen Flugversuchen.

Technische Daten:

  • Hersteller:                  Dornier-Werke GmbH, Oberpfaffenhofen, 1980
  • Länge:                       11,40 m
  • Spannweite:               15,50 m
  • Masse:                        4350 kg
  • Triebwerk:                  2 x Pratt & Whitney Canada PT6A-110 (450 WPS)