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Die VJ 101C wurde als senkrechtstartender Abfangjäger als Nachfolger der Lockheed F-104G Starfighter entwickelt.

Gebaut wurden zwei Experimentalflugzeuge, eine Serienfertigung wurde wegen der sich zwischenzeitlich geänderten militärischen Anforderungen nicht aufgenommen.
Charakteristisch sind die schwenkbaren Triebwerke an den Flügelspitzen und die fest eingebauten Hubtriebwerke hinter dem Cockpit. Die Dreiecksanordnung der Triebwerke erlaubt im Schwebeflug eine Stabilisierung und Steuerung um alle Achsen durch Änderung des Triebwerkschubs. Beim Übergang vom Schwebe- in den Vorwärtsflug werden die Triebwerke an den Flügelspitzen langsam in die horizontale Position geschwenkt.
Der erste Prototyp (X-1) machte am 10.4.1963 im EWR-Flugerprobungszentrum Manching seinen ersten Schwebeflug und erreichte im folgendem Jahr als erster Senkrechtstarter und als erstes deutsches Flugzeug Überschallgeschwindigkeit (Mach 1,08). Nach dem Verlust der X-1 setzte man die Flugerprobung 1965 mit der X-2 fort. Bis 1971 wurde bei 325 Versuchsflügen eine Gesamtflugzeit von 14 Stunden erreicht.

 

Technische Daten:

  • Hersteller: Entwicklungsring Süd, München (Bölkow-Entwicklungen KG, Ottobrunn; Ernst Heinkel Flugzeugwerke GmbH, Speyer; Messerschmitt AG, Augsburg), 1965
  • Länge: 15,6 m
  • Spannweite: 6,2 m
  • Startmasse: 7650 kg
  • Höchstgeschwindigkeit: 1320 km/h in 6 km Höhe
  • Antrieb: 4 x Rolls-Royce RB 145R mit Nachbrenner, 2 x Rolls-Royce RB 145
  • Schub: 4 x 15,8 kN, 2 x 12,4 kN