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Den friedlichen Aspekt der Fliegerei repräsentieren zahlreiche Flugzeuge, die aus sportlichen oder geschäftlichen Gründen, für Reise und Ausbildung oder einfach aus Spaß am Fliegen genutzt werden.

Segelflugzeuge und Motorsegler

Der Segelflug etablierte sich schon in den 1920er-Jahren als vollwertige sportliche Alternative zum Motorflug. Seit 1920 traf sich die schnell wachsende „Segelfliegergemeinde“ regelmäßig zu den Rhönwettbewerben auf der Wasserkuppe. Den Übergang vom Gleit- zum eigentlichen Segelflug leitete 1922 Arthur Martens ein, dem es als Erstem gelang, sich im Hangaufwind längere Zeit in der Luft zu halten und zu „segeln“. Die ersten Gewitterflüge und die Entdeckung der thermischen Aufwinde als weitere Kraftquelle machten den Segelflug 1928 unabhängig vom Hang. Windenstart und Flugzeugschlepp verdrängten den Gummiseilstart. In den 1950er-Jahren begann ein neuer Entwicklungsabschnitt, als die Kunststoffbauweise in Verbindung mit modernen Laminarprofilen eingeführt wurde. Sie ermöglichte eine strömungsgünstige Gestaltung und damit verbunden eine sprunghafte Leistungssteigerung.

Segelflugzeuge – Highlights

Hängegleiter und Ultraleichtflugzeuge

In den 1970er-Jahren begann die Rückführung des Flugsports hin zu einfacheren Fluggeräten, den Hängegleitern (Drachen). Diese Gleitflugzeuge besaßen zunächst starre Tragflügel und entwickelten sich dann zu Konstruktionen mit flexiblem Tragflügel. Hängegleiter sind so leicht, dass der Pilot sie selbst tragen kann. Der Start erfolgt meist am Hang durch Anlaufen gegen den Wind. Nach dem Start hängt der Pilot in Gurten unter dem Gerät, in modernen Konstruktionen in waagrechter Haltung, um den Luftwiderstand zu verringern. Gesteuert wird durch Verlagerung des Körpergewichts.

Schon bald ging man daran, die Hängegleiter zu motorisieren. Es entstanden die Ultraleichtflugzeuge (UL). Sie bieten die Möglichkeit, mit geringem finanziellem und organisatorischem Aufwand zu fliegen.

Hängegleiter und Ultraleichtflugzeuge – Highlights

Sport- und Reiseflugzeuge

Sportflugzeuge in reinster Form sind Kunstflugzeuge wie die Yak-50 und der Hirth Acrostar. Die Reiseflugzeuge nutzt man aus Spaß am Fliegen oder zu geschäftlichen Reisen. Daneben gibt es eine große Zahl an Schulflugzeugen, die für die speziellen Anforderungen der Ausbildung ausgelegt sind.

Sport- und Reiseflugzeuge – Highlights

Forschungsflugzeuge

Die zweistrahlige VFW-614 ATTAS flog 27 Jahre lang beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) als „fliegendes Labor“. Mit ihr war es unter anderem möglich, die Eigenschaften verschiedener Flugzeugauslegungen im Flug abzubilden. Als Entwicklungsträger für laminare Tragflügelprofile wurde die LFU 205, ebenfalls bei der DLR, verwendet.

Forschungsflugzeuge in der Ausstellung