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Neue Ausstellung im Rahmen der Modernisierung des Museums ab Ende 2021. Anhand von historischen Flugzeugen wird die Geschichte der deutschen Luftfahrt zwischen 1918 und 1945 nachgezeichnet.

Es geht aufwärts

Der Traum vom Fliegen ging für die Menschheit bereits im 18. Jahrhundert in Erfüllung – mit den ersten Ballonfahrten. Danach dauerte es noch einmal mehr als 100 Jahre, bis der Menschenflug durch Gleiter und Segelapparate entscheidend beflügelt wurde. In den Folgejahren beschleunigte sich der technische Fortschritt erheblich und die Luftfahrt erlebte mit der Entwicklung von motorisierten Fluggeräten zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren großen Aufschwung. Dabei spielten nicht zuletzt die beiden Weltkriege eine wesentliche Rolle. Denn unsere mobile Moderne, gerade auch die verkehrstechnische Globalisierung, wurde vielfach auf Innovationen für militärische Zwecke gegründet.

Highlights der neuen Ausstellung

Flugzeug Junkers F 13.
Ganzmetall-Flugzeug Junkers Ju 52
Flugzeug Messerschmitt Me 262 A-1a.

Themen der Ausstellung

Maschinen und Modelle: Die Ausstellung Historische Luftfahrt ist mit ihren zahlreichen Flugzeugoriginalen ein Hingucker für sich. Im ersten Obergeschoss und auf einer Galerie im Zwischengeschoss darüber geht es um die Geschichte des Fliegens während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Ein zentraler Punkt der Präsentation ist das rasante Wachstum der Luftfahrtindustrie hin zum größten deutschen Wirtschaftszweig. Flugzeugunternehmen wie Heinkel und Messerschmitt entwickelten im Zweiten Weltkrieg innovative Technik und waren zugleich die Nutznießer von flächendeckender Zwangsarbeit. Wie Hunderttausende zumeist ausländische Menschen zum Flugzeug- und Flugmotorenbau gezwungen wurden und wie insbesondere KZ-Häftlinge mörderische Arbeiten verrichten mussten, wird mit Zahlen & Daten sowie persönlichen Berichten der Opfer vermittelt.

Zahlen und Fakten

  • ca. 2500 qm Ausstellungsfläche
  • ca. 400 Exponate und Modelle
  • 8 Demonstrationen und Interaktiva
  • 17 Medienstationen
  • 3 Dioramen
„Da wir keine Sauerstoffapparate mitgenommen haben, hat sich in der Cabine bereits die Höhenluft bemerkbar gemacht. Ein Insasse ist blasser und blasser geworden und opfert schließlich, dieses mal allerdings nicht dem Meeres- sondern dem Luftgott. Das hindert die anderen Teilnehmer nicht, ihre Beobachtungen und Eindrücke weiter schriftlich niederzulegen.“
Rudolf Müller, Zeuge des Rekordfluges auf 6700 m Höhe einer Junkers F13, 13. September 1919

Modernisierung

Strichzeichnung des Museumsgebäudes auf der Museumsinsel.

Wir räumen ein

Transport der Me 163 zum XXL-Scan

Die Messerschmitt Me 163 ist der einzige in Serie hergestellte Abfangjäger mit Raketentriebwerk. Das Exemplar des Deutschen Museums wurde jetzt beim Fraunhofer-Entwicklungszentrum Röntgentechnik (EZRT) des Fraunhofer IIS in Fürth mittels XXL-CT durchleuchtet. Das Kuratorenteam für Historische Luftfahrt möchte dadurch neue Erkenntnisse zur Geschichte dieser Maschine gewinnen.

Deutsches Museum: Das erste Düsenflugzeug wird zerlegt – Faszination Wissen

Die ME 262 ist das erste in Serie gebaute Düsenflugzeug der Welt. Sie muss für den Museumsumbau zerlegt werden. Eigentlich unmöglich: Es gibt keine Anleitungen, nur Skizzen von Ersatzteilen. Die Mechaniker lernen beim Arbeiten.

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