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Maschinen und Modelle: Erleben Sie zwischen zahlreichen Originalen die Geschichte des Fliegens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die Luftfahrt einen rasanten technischen Aufstieg erfuhr.

Ab 8. Juli 2022

Neue Ausstellung im Rahmen der Modernisierung des Museums.

Es geht aufwärts

Der Traum vom Fliegen ging für die Menschheit bereits im 18. Jahrhundert in Erfüllung – mit den ersten Ballonfahrten. Danach dauerte es noch einmal mehr als 100 Jahre, bis der Menschenflug durch Gleiter und Segelapparate entscheidend beflügelt wurde. In den Folgejahren beschleunigte sich der technische Fortschritt erheblich und die Luftfahrt erlebte mit der Entwicklung von motorisierten Fluggeräten zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren großen Aufschwung. Dabei spielten nicht zuletzt die beiden Weltkriege eine wesentliche Rolle. Denn unsere mobile Moderne, gerade auch die verkehrstechnische Globalisierung, wurde vielfach auf Innovationen für militärische Zwecke gegründet.

Die Ausstellung Historische Luftfahrt ist mit ihren zahlreichen Flugzeugoriginalen ein Hingucker für sich. Im ersten Obergeschoss und auf einer Galerie im Zwischengeschoss darüber geht es um die Geschichte des Fliegens während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die Luftfahrt einen rasanten technischen Aufstieg erfuhr. Wie dieser unmittelbar durch die beiden Weltkriege geprägt war, ist ein zentraler Punkt der Präsentation. Die Ausstellung ist in fünf übergeordnete Bereiche gegliedert: Die Zeit der Weimarer Republik, die Jahre von 1933 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs und eine Übersicht über Flugantriebe sind im Hauptraum im ersten Obergeschoss zu finden. Die Galerie ist dem Modell- und dem Segelflug gewidmet. Zwischen den beeindruckenden Exponaten, von Junkers F13 bis Messerschmitt Me 262, lässt sich auf beiden Ebenen auch mit zahlreichen Medienstationen und Demonstrationen wie Modellflug- und Segelflugsimulator der spannenden Luftfahrtgeschichte nachspüren.

Highlights der neuen Ausstellung

Junkers F13

Die F13 war das erste aus Metall gefertigte Passagierflugzeug – im Juni 1919 eine Weltneuheit. Die „Luftlimousine“ für vier Passagiere gehörte zur Erstausstattung der 1926 gegründeten Lufthansa. Die über 300 gebauten F13 waren sehr reparaturfreundlich und flogen mit Schneekufen oder Schwimmern auch in den entlegensten Teilen der Welt.

AAC.1 Toucan / Junkers Ju 52

Als Passagier- und Frachtflugzeug wurde die „Tante Ju“ in den 1930er-Jahren weltberühmt. Ihre veraltete Wellblechbauweise stammte aus dem Ersten Weltkrieg. Zeitweise bewältigten die Ju 52 drei Viertel des Luftverkehrs der Lufthansa über Deutschland. Finanziert wurde diese Flotte jedoch insgeheim vom Militär, denn die Ju ließ sich leicht zum Bomber umrüsten.

Messerschmitt Me 262

Die Me 262 – das erste in Serie gebaute Strahlflugzeug – war über 100 km/h schneller als Propellerflugzeuge. Doch nur ca. 1400 Exemplare der Me 262 entstanden bis 1945 in primitiven Bergstollen, Tunneln und Waldfabriken. Bei der Fertigung starben Tausende Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. Wegen technischer Probleme, Piloten- und Treibstoffmangel konnten nur wenige Me 262 starten.

Zahlen und Fakten

  • ca. 2500 qm Ausstellungsfläche
  • ca. 400 Exponate und Modelle
  • 8 Demonstrationen und Interaktiva
  • 17 Medienstationen
  • 3 Dioramen
„Da wir keine Sauerstoffapparate mitgenommen haben, hat sich in der Cabine bereits die Höhenluft bemerkbar gemacht. Ein Insasse ist blasser und blasser geworden und opfert schließlich, dieses mal allerdings nicht dem Meeres- sondern dem Luftgott. Das hindert die anderen Teilnehmer nicht, ihre Beobachtungen und Eindrücke weiter schriftlich niederzulegen.“
Rudolf Müller, Zeuge des Rekordfluges auf 6700 m Höhe einer Junkers F13, 13. September 1919

Modernisierung

Strichzeichnung des Museumsgebäudes auf der Museumsinsel.

Wir räumen ein

Transport der Me 163 zum XXL-Scan

Die Messerschmitt Me 163 ist der einzige in Serie hergestellte Abfangjäger mit Raketentriebwerk. Das Exemplar des Deutschen Museums wurde jetzt beim Fraunhofer-Entwicklungszentrum Röntgentechnik (EZRT) des Fraunhofer IIS in Fürth mittels XXL-CT durchleuchtet. Das Kuratorenteam für Historische Luftfahrt möchte dadurch neue Erkenntnisse zur Geschichte dieser Maschine gewinnen.

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