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Amateurfunk ist ein experimenteller Funkdienst und so alt wie die Funktechnik selbst. Ab 1895 bauten Technikbegeisterte eigene Sende- und Empfangsanlagen, um weltweit miteinander zu kommunizieren.

Pioniere der Funktechnik

Die drahtlose Nachrichtenübertragung liegt im ersten experimentellen Nachweis der elektromagnetischen Wellen durch Heinrich Hertz im Jahr 1886 begründet. Alsbald formierten sich auch interessierte Laien, um diese Phänomene zu untersuchen und nutzbar zu machen.

Die Möglichkeit, live und drahtlos über den gesamten Globus zu kommunizieren, war neu und faszinierend. Darüber hinaus gelang die Kommunikation über Funktechnik ganz unabhängig von öffentlichen Netzen.    

Fertige Komponenten zum Bau von Sende- und Empfangsanlagen waren anfangs nicht käuflich zu erwerben und mussten somit im Eigenbau ausgetüftelt werden. So lag es nahe, dass sich Interessierte zum Erfahrungsaustausch zusammentaten.

Themen der Ausstellung

  • Live dabei
    Nachdem schon 1938 Amateurfunkbetrieb im Deutschen Museum stattfand, wurde dieser im Zweiten Weltkrieg zunächst verboten. 1948 erhielt die Station des Deutschen Museums die Sendelizenz mit dem Rufzeichen DL0DM. Bis heute wird sie zusammen mit dem Deutschen Amateur-Radio-Club betrieben. Dort führen Funkamateure täglich von 11–12 Uhr an der Station des Deutschen Museums verschiedene Betriebsarten vor.
  • Öffentlich und nicht kommerziell
    Amateurfunk wird ausschließlich zu nicht-kommerziellen Zwecken betrieben. Der Funkdienst ist nicht verschlüsselt und für alle zugänglich, die ihr Fachwissen in einer Prüfung nachweisen. Es existieren zahlreiche Verfahren: von Morsetelegrafie über Sprechfunk und digitale Betriebsarten bis hin zum Amateurfunkdienst via Satelliten.
  • Amateurfunk als Hobby
    Elektronik ist für viele auch ein spannendes Hobby. Funkamateure bedienen sich der Elektronik zum Studium der Funktechnik, zur Kommunikation untereinander und zum technischen Versuchsfunk.

Daten

  • Abteilung des Deutschen Museums seit 1989
  • 50 qm Ausstellungsfläche
  • Die Ausstellung befindet sich auf Ebene 4

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