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Viersitziges "Baukastenflugzeug" für Amateurflugzeugbauer: Der Erbauer flog damit von Deutschland in die Antarktis und zurück.

Die ausgestellte Lancair IV wurde von Dr. Dr. Klaus Bäuerle und Robert Janus in dreieinhalb Jahren gebaut. Die fortschrittliche Auslegung als Kohlefaserverbund-Konstruktion mit strömungsgünstig gestaltetem Rumpf und Flügel ermöglicht eine hohe Fluggeschwindigkeit und eine große Reichweite. Die Erbauer haben das Flugzeug auf eine große Reichweite und geringen Treibstoffverbrauch hin optimiert: Im Reiseflug bei 45 % Motorleistung liegt der Verbrauch bei 10 l pro 100 km.  Das entspricht dem eines Mittelklassewagens, allerdings bei mehr als doppelter Geschwindigkeit.  Die Reichweite beträgt beachtliche 4800 km.  Diese Flugleistungen nutzte Klaus Bäuerle, um von Deutschland aus in die Antarktis zu fliegen. Er flog 1995 über den Südatlantik (die längste Zeit über Wasser betrug 8 h 40 min) über Chile zur Base Marambio (Antarktis). Der Rückflug führte über die USA, Alaska, Grönland, Island nach Oberschleißheim. Das erste Modell (Lancair 200) entstand 1984, die ersten Bausätze lieferte Lancair 1990 aus.

Es wurden über 2000 Bausätze in 40 Länder verkauft, aber bis 2011 nur 360 Flugzeuge fertiggestellt. Die Produktion der Bausätze endete 2012.

Technische Daten:

  • Hersteller (Bausatz):  Lancair International Inc., Redmond, OR/USA, 1991
  • Spannweite: 9,0 m
  • Startmasse: 1400 kg
  • Reisegeschwindigkeit : 407 km/h bei 75%, 315 km/h bei 45 %
  • Reichweite: 4800 km
  • Antrieb: 6-Zyl. Einspritzmotor Continental IO-550
  • Leistung: 206 kW